Auf die Spitze vom Flach

Der Sommer war noch nicht ganz da, der  Frühling aber in vollem Gange. Obwohl es im Mai rund um die Höllensteinhütte in den Tuxer Alpen noch viel Schnee gab. In diesem stillen Fleckchen Erde, einem Abzweiger vom Zillertal. Gemeinsam mit Willi Seifert vom Naturpark Zillertaler Alpen durchstreifte ich vor ein paar Wochen das Gebiet. Auf Schneeschuhen und mit „ehrlichen Händen“ auf den Flach und zurück.

Auch im Mai liegt auf der Löschbodenalm noch jede Menge Schnee

Willi Seifert ist ein bisschen stolz auf das Geschaffte. Auf das, was die Menschen im Tuxertal, sein Team und er gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Es war im Juni 2016. Der Tuxer Hauptkamm mit der Löschbodenalm sollte als Ergänzung zum bestehenden Schutzgebiet ausgewiesen werden. Rund 45 Quadratkilometer Wiesen, Wald und Wasserläufe.

Ganz anders geartet als das bisherige Areal des Naturparks Zillertaler Alpen. „Das gelang“, erzählt Willi Seifert, „weil alle mitgezogen haben. Die Bauern, das Gastgewerbe, die Bergführer und der Naturpark Zillertaler Alpen.“

Um sieben Uhr früh hat mich Willi in Mayrhofen aufgegabelt. Und jetzt ist es kurz vor acht Uhr. Wir sind allein auf dem Parkplatz an der Höllensteinhütte. Um diese Zeit ist hier vielleicht mal ein Jäger wie Hubert Erler unterwegs.

Hubert Erler ist Jäger. Aber irgendwie macht ihm das keinen Spaß mehr.

Er, der die Höllensteinhütte im Jahr 2012 gekauft hat. Und gerne schon in der Morgendämmerung durch die Gegend streift und nach Birkhuhn oder Gams schaut. Obwohl ihm die Jägerei, wie er sagt, „heutzutage kaum noch Freude macht. Zu viele Vorschriften und zu viel Bürokratie!“

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