Archiv der Kategorie: Blog

Die Kraft kommt aus dem Kopf

Abenteuer erleben geht nur, wenn ich mich immer wieder aufraffe. Dann entsteht eine Idee. Meist kommt sie mir während einer Wanderung. Oder bei eine Begegnung. In meiner Nachbarschaft lebt ein Mann, der diese Lust auf Neues lebt wie nur wenige. Achill Moser heißt er. Beruf: Abenteurer und Publizist. Mehr als 20 Bücher hat der Hamburger Jung über seine Reisen geschrieben. Am liebsten ist er zu Fuß unterwegs.  Das verbindet uns. Sein neuestes Buch trägt das Warum im Titel: „Zu Fuß hält die Seele Schritt.“ Ein bezauberndes und  poetisches Buch, wie ich finde. Auf jeden Fall hat es mich neugierig auf die Wüste gemacht. Denn die ist Mosers Leidenschaft. Ob sie auch meine wird, weiß ich noch nicht. Im Februar lerne ich sie kennen. Die Sahara im Süden Marokkos. Kürzlich traf ich Achill auf eine Tasse Kaffee. Oder waren es zwei? Die Kraft kommt aus dem Kopf weiterlesen

Bei Susi Sorglos auf der Stubalm

Noch eine Kurve auf dem weißen Kieselstein-Weg. Dann öffnet sich der dichte Wald und vor mir liegt eine große grüne Wiese. Eingezäunt. Darauf weiden Kühe und Esel. Die Hütte der Stubalm steht oberhalb, am Ende dieser grünen Idylle in den Erlebnistälern dieser Region. Fast scheint es, als habe sie von dort aus alles im Blick. Ich gehe langsam auf das „Hütterl“ zu, stelle meinen Rucksack, den blauen Tiger, auf dem runden Tisch ab und setze mich auf die Bank. Niemand da. Plötzlich stutze ich. Ein Sehfehler? Ist das hinter dem Zaun ein Lama?

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Kleinod in Kalkstein

Das Giatlahaus steht fast am Ende der Welt. Zumindest könnte man das meinen. Denn das alte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert liegt etwas erhöht über der Straße, die mitten in die hohen Berge des Villgratentals führt. Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wo Steinadler ungestört ihre weiten Kreise am blauen Himmel ziehen, wo sich ausgedehnte Gras- und Weideflächen tief grün an die Berge schmiegen, Schafe blöken und Fleckvieh muht. Auf 2.600 Metern und höher. Wer hier weiter will, muss zaubern oder beamen können oder gut zu Fuß sein.

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„U Hampfluta Simpilärhäärd“

wp_20160709_12_11_15_proDer Bach rumpelt, rauscht und spritzt. Ach was, das Wasser dröhnt und stürzt zu Tal. Die Saltina hat sich in Jahrmillionen in den Fels gefressen und sie tut es bis heute. Immer tiefer in das Gestein. Der reißende Fluss strömt in Pirouetten durch das Gebirge, springt von Fels zu Fels und legt eine Drehung nach der anderen hin. Die Saltina scheint zu tanzen, nach der Musik der Walliser Berge.  Das ist ihr Schicksal.

Die Saltina rauscht und strömt zu Tal

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