Archiv der Kategorie: Blog

Weißer Adler auf weißem Grund

Es tröpfelt, gurgelt, blubbert. Das Eis auf dem Brunnen knackt und knistert. Leise rinnt Wasser aus dem Schlauch in den Trog. Blubb, blubb. Die Sonne hat schon Kraft. Verhalten zwar, aber immerhin. Monate ist es her, dass Licht diese Wärme verströmte. Hier im Villgratental, wo Österreich an Italien grenzt und Südtirol nur einen Steinwurf entfernt liegt, ist der Winter besonders lang. Doch jetzt kommt der Frühling. Ich rieche ihn schon. Weißer Adler auf weißem Grund weiterlesen

Schön nach oben

Stöbern im Bilderarchiv kann Spaß machen. Vor allem, wenn ich Fotos finde, die ich schon fast vergessen hatte. Beim Anschauen merke ich, dass es mich noch immer fasziniert, auf Berge zu steigen. Nach oben, dahin, wo die Freiheit so grenzenlos scheint. Sehnsucht, Ferne, Weitsicht. Ein Gefühl der Geborgenheit. Schön nach oben weiterlesen

Immer warmen Kopf bewahren

Oft ist es zum Jahreswechsel ja so:  Ich schaue zurück, ziehe Bilanz, lasse die gut 360 Tage Revue passieren. Was war gut, was nicht ganz so toll? Wer oder was hat mich bewegt? Was wird mir in Erinnerung bleiben? Diese Rückschau hat damit – zumindest für mich – einen Sinn. Zumal ich dann sagen kann, was ich für das neue Jahr anders machen möchte.  Welche Ziele habe ich, was kann ich besser machen? Das nennt man wohl auch Vorsätze. Viele davon sind schon nach einigen Tagen zumindest verdrängt, einige sogar rasch abgelegt. Doch dieses Jahr, habe ich mir geschworen, wird das anders. Und schon bin ich mit meinen beiden Freunden Jürgen und Peter auf Achse: auf ins Trainingswochenende an die Ostsee. Eine vorsätzliche Tat also.

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Die Melodie der Berge

Muss das so sein? Es regnet. Unablässig. Eigentlich schüttet es seit Stunden. Langsam ächzt der Wagen auf der Straße nach Lech hinauf. In engen Serpentinen windet sich die Strecke in die Kälte.  Dichtes Schneetreiben im September. Die „graue Suppe“ verschluckt die zahlreichen Hotels im Wintersportort Lech.  Hier,  auf gut 1500 Metern über dem Meer, herrscht Nebel. Ungemütlich. „Gut, dass ich im Auto sitze und nicht im Nasskalten herum stapfe“, denke ich auf meiner Rückfahrt in den Norden. Obwohl ich doch lieber draußen wäre, „in den geliebten Bergen.“ Die Melodie der Berge weiterlesen