Das Beste, was der Mensch hat

Blubb und Dümpelei: Messstelle für den Seelenfieden

Aber all das meine ich gar nicht. Für mich ist es mindestens genauso wichtig, dass ich mich im Wasser bewege. Hierbei zeigt sich für mich der unschätzbare Wert von H2O noch deutlicher. Nach den Tagen im Krankenbett, dem eingeschränkten Bewegungsradius, dem passiven Herumliegen war es eine Art Erlösung, als ich wieder ins Wasser durfte. Freilich erst, nachdem die Fäden gezogen und die Narben gut verheilt waren. Das erste Eintauchen in den See – ein Genuss, eine Wohltat, eine Freude.

Wasser war und ist für mich noch nie mit Ängsten behaftet gewesen. Natürlich hat Wasser seine zwei Seiten, es verfügt über eine enorme Symbolkraft. Leben und Tod kann es bringen, es erfrischt oder ermattet, es ist Quelle der Fruchtbarkeit oder die Macht des Untergangs. Genau in diesem Spannungsfeld bewege ich mich, wenn ich im Wasser bin. Aber immer angstfrei. Wasser bedeutet für mich Freiheit, losgelöst sein, Schutz, getragen sein, Klarheit, mit sich ins Reine kommen.

Beispiel: Schwimme ich nach einem anstrengenden Tag im Beruf nur eine halbe Stunde, dann fühle ich mich hinterher immer (ja, immer!) besser. Nicht, weil ich besonders schnell war, irre viele Meter geschwommen wäre oder anstrengendste Übungen absolviert hätte. Nein, ich bewege mich im Wasser mit jedem Zug aus der Falle des Alltagsstresses.

2 Gedanken zu „Das Beste, was der Mensch hat“

  1. Was für eine wunderbare Betrachtung über das Wesen des Wassers. Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.
    Ich bin auch ein ausgesprochener Wassermann, und das meine ich nicht astrologisch (obwohl das auch zutrifft). Ohne regelmäßigen Kontakt zu Wasser, ohne Wasser um mich werde ich schnell knatschig.
    Es kann einem so viel geben, wenn man es mit Respekt behandelt. Oder mit Liebe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.