Das kalte Herz

Vermutlich die coolste Reportage meines bisherigen Berufslebens

Ich kann mich kaum satt sehen, fotografiere, nehme den Hall unserer Stimmen im Eis auf, bin überwältigt von dieser Schönheit. Ich liebe Gletscher, kenne etliche, einige auch von innen, wenn ich mich beispielsweise zu Übungszwecken habe retten lassen. Aber so tief bin ich in noch keinen Eisgiganten vorgedrungen. Trotz der Minusgrade schwitze ich, Schweiß perlt mir im „kalten Herz“ der Gefrorenen Wand von der Stirn. Ich freue mich auf die Abkühlung.

Letzte Vorbereitung für die „Eisheiligen“

Roman Erler und die Besuchergruppe haben inzwischen die erstarrte Grotte erreicht. Vor uns schwappt das kalte Wasser an das Ufereis. „Weil das H2O nicht durch Partikel verunreinigt ist, liege sein Gefrierpunkt unter 0 Grad, erklärt Erler.

„Und deshalb können wir auch im Sommer Eisschwimmen“, schwärmt Christof Wandratsch. Sagt es, legt seinen Rucksack auf die Bank, zieht seine Skistiefel aus und entblättert sich.

6 Gedanken zu „Das kalte Herz“

  1. Das ist ein wundervoller Bericht. Liest sich atemberaubend, wenn auch viel Aufwand dahinter steckt und am besten gefällt mir das Poserfoto zum Schluss.
    Das nächste Buch dann bitte gleich mit Signatur verschicken 🙂
    Viele Grüße von Stefanie

  2. Hallo Jörg,
    der Bericht liest sich wie Chili auf der Haut! Weckt sofort die Sehnsucht ins ewige Eis zu steigen und als „Eiszapfen“ zu schwimmen. Das Wochenende mit dem Gletscher Highlight wirkt immer noch im Alltag nach…… einfach unvergesslich!
    Auf ein Wiedersehen würde ich mich sehr freuen!
    Eisig coole liebe Grüße Birgit

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