Der bescheidene Saarländer

Imposant ist das Bauwerk allemal. Wir überqueren es. Dann geht es wieder in den Wald. Der Wettergott meint es gut mit uns. So viel Sonne und Wärme.

Kein Tamtam, aber viel Grün

Wir streifen etwa eine halbe Stunde Richtung Norden, gehen auf einem Kamm. Nur ein leichtes Auf und Ab. Kaum merklich. Am Wegesrand stehen immer wieder Grenzsteine. Einen Gipfelstein, ein Kreuz oder ein Hinweisschild auf den höchsten Punkt des Saarlandes sehen wir nicht. „Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob das so richtig ausgewiesen ist“, erzählt Frank beiläufig. „Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, als ich vor einigen Jahren die sogenannte Dollbergschleife schon einmal gegangen bin.“ Ich stutze. „Hey, deswegen bin ich aber hier. 16Länder16Gipfel lautet der Arbeitstitel.“ „Immer schön positiv denken“, beruhigt Anna. „Genau“, erwidere ich. „Das wird schon!“.

Eine gute Stunde sind wir jetzt auf den Beinen. Wir steigen noch einmal ein paar Höhenmeter empor. Farne und grün bemooste umgestürzte Baumstümpfe säumen den Weg.

Märchenwald. Feen, Trolle, Gnome und andere sagenhafte Gestalten leben hier, schleichen herum und tanzen. So wie ich, zumindest wie meine Augen. „Leute, wir haben es geschafft“, zische ich Anna und Frank plötzlich zu. „Schaut mal.“

Den Zweifeln folgt das Glück. Am Dollberg

Wir stehen auf dem höchsten Berg des Saarlandes. Auf dem Dollberg. Keine 700 Meter hoch. Keine Fernsicht. Keine Sitzgelegenheit und kein Gipfelkreuz. Dafür aber jede Menge Baumpilze. „Ist das nicht toll hier?“, fragt Anna feststellend.

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