Das „Contrablem“ vom Wurmberg

Hier geht es zum Wurmberg

Nun beginnt der Gipfelaufschwung. Ein paar hundert Meter entfernt, in Richtung Westen, sehen wir den Hang der alten Skisprungschanze. Links führen Treppen hinauf zum Gipfel des Wurmbergs. Und wiederum links davon gibt es einen Steig, der die letzten 100 Höhenmeter überwindet. In nicht allzu engen Serpentinen geht es hinauf. Immer wieder schauen wir weit ins Land.

Im Rücken der Brocken. Der Wind weht das Tuten und Pfeifen der Museumsbahn herüber. So als sollte es uns sagen: Norddeutschlands höchster Berg (1.142m) ist und bleibt ein Publikumsmagnet.

Brockenblick vom Wurmberg aus

Der Wurmberg wirkt stiller, bescheidener, aber nicht minder schön. Natürlich hat auch Niedersachsens Dach regen Besuchsverkehr. Zwei Seilbahnen sorgen dafür. Im Winter und im Sommer. Und doch sind es nicht Tausende, die hier gleichzeitig auf die Kuppe streben. Heute mögen es vielleicht 100 oder 200 Leute sein. Frauen, Männer, Alte, Junge, Familien, Kinder und ein paar Hunde. Hechelnde Hunde. Die Hitze.

Gipfelkreuz auf Niedersachsens höchstem Berg

„Aber wir sind auch noch früh dran“, sage ich. Nicht einmal eineinhalb Stunden haben Christine und ich gebraucht, incl. Pausen. Nicht sonderlich fordernd, dennoch läuft uns der Schweiß die Stirn hinab. Trinkpause. Innehalten. Aussicht genießen.

 

Nun sind wir auf dem Dach Niedersachsens

Das ist auf dem Wurmberg etwas schwierig. Denn hier oben, auf fast 1.000 Metern, wachsen noch Bäume und hohe Büsche. Aber durch die Lücken lässt sich natürlich in die Ferne schauen. Dass der Wurmberg auch wegen seiner Sicht ein kultischer Platz gewesen sein könnte, ist jedoch nicht bewiesen. Grabungen brachten zwar einige Funde. Allerdings datierten sie nicht aus grauer Vorzeit. Ob hier oben Hexen und Teufel waren? Oder andere sagenhafte Gestalten? Wer weiß es? Möglich wäre es zumindest.

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