Die Geschichte vom Frühlingsgespür

Nur ein Bächlein, das da am Bänklein vorbeiglucket. Kaum sicht-, dafür gut hörbar

Jetzt saß der bärtige Josef auf seiner Lieblingsbank. Vor ihm gluckerte der kleine Bach, der seinem Dorf den Namen gab. Die Sonne schien und die Bäume trugen zarte Knospen an den Zweigen.

Es war schon wunderbar warm und Josef genoss die Sonne. Ab und zu blinzelte der Greis wie ein Lausbub in die Sonne. Am Himmel hatte Josef ein seltsames Pärchen entdeckt. Schon gestern waren ihm ein Habicht und eine Krähe aufgefallen, die über dem kleinen Wäldchen ihre Runden flogen.

Josef beobachtete die beiden so unterschiedlichen Vögel sehr gewissenhaft und nachdenklich. Der Habicht wirkte sehr stolz, überheblich, mit seinem braun-weiß-grauen Gefieder. Er glitt elegant durch die Luft. Ab und zu ein Flügelschlag und schon nahm der Greifvogel wieder Fahrt auf, um mit dem Schwung durch die Luft zu segeln.

Ganz anders wirkte die Krähe auf Josef. Der schwarze Vogel schlug ohne Unterlass mit seinen deutlich kürzeren Flügeln. Die Krähe umkreiste den Habicht, gerade so als wolle sie mit ihm tanzen. Dabei rief sie immer wieder ihr Lied: “Kräh, Grah, Kräh!”

Zartes Grün: Im Wald leuchtet das Frühjahr

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