Die Geschichte vom Frühlingsgespür

Baumpilze als Symbol der Lebenskraft

„Josef, Du bist eine treue und reine Seele. Viele Jahre hast Du unverzagt gewartet, dass Deine Frau zu dir zurückkommt. Du hast ihr viel mehr gegeben als alles Gold und Geld der Erde – die Liebe.”

„Schön, dass Du wieder da bist!“

Josef nickte. “Liebes Männlein, was für eine Überraschung, dich wieder zu sehen.” Dabei lächelte Josef sanft. „Schau einmal zu meiner Linken,” krächzte der Hutzel. „Schau, wen ich Dir mitgebracht habe.”

Der alte Mann traute sich kaum; er blickte um das Männlein herum und erkannte Kreszentia. Über ihre Wangen kullerten dicke Tränen, ihr schmaler, zierlicher Körper bebte. Sagen konnte sie nichts, sie schwieg. Josef erhob sich, ging zwei Schritte zur Seite und kniete sich vor die Frau. Er nahm ihre Hände, dann wischte er ihr die Tränen aus dem Gesicht und sprach:

Auf in die Zukunft des Augenblicks

„Kreszentia, schön, dass Du wieder da bist.” Dann huschte ein mildes Lächeln über beide Münder. Kreszentia erhob sich, Josef stand direkt vor ihr und sie drückte ihm sanft einen zärtlichen Kuss auf dessen rechte Wange. Und da wusste Josef, dass nun alles gut wurde! Nur der Habicht und die Krähe kamen nie wieder. Es war wieder Frühling geworden.

 

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