Die Puppenkiste von Kamerun

In der urgemütlichen Küche kann Rela nicht nur entspannen, sondern auch ihre Füße und Seele baumeln lassen

Viele Jahre folgt Rela ihrer Leidenschaft. Sie gibt Workshops, geht in Schulen, auf Hof-Feste und Märkte, zeigt anderen Menschen, wie frau/man Puppen eben diese unverwechselbare Note gibt. Reinhild arbeitet viel und hart. Vielleicht zu viel, zu hart. Ihre Hände bekommen Arthrose. So schlimm, dass sie die Finger kaum mehr bewegen kann. Irgendwann ist klar: „Ich kann keine Puppen mehr machen.“ Eine furchtbare Zeit sei das gewesen. Die so rührige Frau ist zur Untätigkeit verdammt. Ihre Hände schmerzen, sie fällt in ein tiefes Loch. Doch ein Arzt hilft ihr mit einer speziellen Methode. Nur Puppen machen – das kann Rela nicht mehr.

„Maja ist jetzt erwachsen, erlebt jetzt andere Geschichten.“

Maja – Brummselchen ist eine neugierige Hündin mit Hang zum Chaos

Stattdessen schreibt sie. Gerne, viel und an ihrem Computer. An ihrer Seite sitzt immer Hündin Maya. Das „Brummselchen“. Sie ist die Heldin in den hübschen Geschichten, die Reinhild Lauff verfasst. Denn Brummselchen erlebt viele große und kleine Abenteuer. „Brummselchen geht campen. Brummselchen wird ein Star und Brummselchen sucht Weihnachten“.13 kleine Büchlein mit hübschen Illustrationen von Karin Braubach-Winkel sind inzwischen erschienen. Und jetzt auch ein Jahreskalender. „Der Stoff“, sagt Rela froh, „geht mir sicher nicht aus. Denn in dem Häuschen in Kamerun lebt auch der Troll Nis Puck. Jenes Wesen, das es in der schleswigsch/dänischen Sagenwelt gibt und so manche Posse aufführt, wenn man es nicht gut behandelt. Ein Troll, der gerne Buchweizengrütze isst. Mit viel Zucker und Butter. Klar, dass Brummselchen mit ihm einiges auf die Beine stellt und die Welt ein bisschen chaotischer, und deshalb vielleicht noch lebenswerter macht. Das Nichts auf Nordstrand bietet jede Menge Abwechslung. Ja, das Nichts ist schön.

Noch mehr vom Nichts Teil eins
Noch mehr vom Nichts Teil zwei
Noch mehr vom Nichts Teil drei
Noch mehr vom Nichts Teil vier

6 Gedanken zu „Die Puppenkiste von Kamerun“

  1. Was für eine schöne Geschichte mit vielen kleinen Geschichten. Schade, dass sie schon zu Ende ist. Ich hätte noch ewig lauschen können. Viel Freude für ein weiteres gesundes Leben in Kamerun! Liebe Grüße! Conny

  2. Es ist eine Freude, diese wunderbare Frau zu kennen. Jede(r) der Angst vorm älter werden hat, bekommt von Rela ein beeindruckendes Vorbild!

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