Drumherum statt nur obendrauf

Hier geht es los: am Haus der Natur am Feldberg

Zehn Uhr: Haus der Natur, unterhalb des Feldbergs. Hier bin ich verabredet. Cornelia und Hubertus Hauser stoßen zu mir. Wir kennen uns bislang nur über eine Gruppe bei Facebook.

Conny und Hubertus sind meine Begleitung. Ein Geschenk!

Conny ist begeisterte Wasserratte und liebt die Berge, die Natur, große und kleine Abenteuer. Hubertus teilt diese Leidenschaft. Besonders gerne fährt er sportlich Rad. Das Ehepaar, das im Münstertal (unweit von Freiburg) lebt, begleitet mich auf Baden-Württembergs höchste Erhebung, auf den Feldberg. 1493 Meter ist der hoch. Bei gutem Wetter – wie heute – Fernsicht garantiert. „Das ist eine Traumlandschaft“, findet Conny.

Traumsicht: Weit ins Land wandert der Blick, bis in die Schweiz!

Vom Haus der Natur vom Verein Naturpark Südschwarzwald aus sind es nur etwa 200 Höhenmeter. Nicht wirklich schweißtreibend.

Irgendwo muss man ja anfangen

Leicht ansteigend streifen wir an großen, von der Sonne ausgetrockneten Wiesen vorbei. „Dass ich hier Kuhglocken wie in den Alpen zu hören bekomme, hätte ich nicht gedacht“, stelle ich erstaunt fest. „Warte es ab.

Wenig steil geht es hinauf zur höchsten Stelle Baden-Württembergs

Du wirst noch mehr Überraschungen erleben,“ stellt mich Conny auf die nächsten Stunden ein. Denn wir wollen nicht nur auf den Berg, sondern einmal um die Kuppe herumlaufen. Drumherum statt nur obendrauf. „Feldbergsteig heißt unser Weg. Wir folgen der roten Raute“, skizziert Hubertus die Route.

Vier bis fünf Stunden werden wir brauchen. Gemütlich soll es sein, Zeit zum Plaudern wollen wir haben, genießen. Die Fernsicht, die Wärme, die Sonne, die Natur, den Wind und die Kühe, die am Gipfel ihre letzten Weidetage verbringen und um die Wette bimmeln.

 

Reichskanzler Bismarck lässt grüßen

Der Feldberg ist keine Spitze, eher eine Kuppe oder ein weitläufiges Plateau. Am Vorgipfel, dem Seebuck, zieht das große Bismarck-Denkmal die Touristen an. In Sichtweite der schwarz-graue Aussichtsturm.

Auch schöne Rücken können entzücken. Am Seebuck unterhalb des Feldberggipfels

Davor steht eine Gruppe schwarz-bunter Kühe. „Sind wir in Friesland?“, frage ich lachend. Conny winkt ab. „Nee, du bist schon in Baden, sieht aber echt wie ein Leuchtturm an der Nordsee aus.“ Die Fernsicht jedenfalls ist ähnlich gut wie an der Küste. Ein leichter Wolkenschleier nur. Im Süden sind die hohen, Schnee bedeckten Gipfel der Schweizer Alpen für einen Augenblick zu erkennen. Im Norden erblicken wir die Höhen des Schwarzwaldes. Und im Tal glitzert tiefblau der Feldsee. „Da kommen wir später noch vorbei“, erklärt Hubertus.

Tiefblau im tiefen Tal: der Feldsee

2 Gedanken zu „Drumherum statt nur obendrauf“

  1. Hallo Herr Wunram,
    es freut uns sehr, dass Sie uns im Ihrem Blog aufgenommen haben,
    im Besonderen, dass es Ihnen bei uns im Hause Sommerberg so gut gefallen hat. Bei einem so freundlichen und interessierten Gast fällt es leicht, ein guter Gastgeber zu sein.
    Ihnen alles Gute und viele spannende Reisen , vielleicht mal wieder im Schwarzwald, würde uns riesig freuen.
    Herzlichen Dank und liebe Grüße

    Bettina und Peter

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