Es muss nicht der Everest sein

Man muss sich einfach mal trauen. Schon seit Monaten spiele ich mit dem Gedanken. Heute muss es sein. Einmal auf Hamburgs höchstem Berg stehen. Auf dem Hasselbrack. 116,2 Meter über dem Meer. Da wird die Luft zwar noch nicht dünn, aber man weiß ja nie. Es soll das erste „Abenteuer“ einer ganzen Reihe von Wanderungen sein. Ich möchte in den nächsten Wochen die jeweils höchste natürliche Erhebung der 16 Bundesländer kennenlernen. Von B wie Bungsberg bis W wie Wurmberg. Oder von H wie Hasselbrack bis Z wie Zugspitze. #16Länder16Gipfel

Auf der Stirn perlt der Schweiß. Ein dünner Film. Nein, ich habe keine Angst. Schließlich bin ich in Begleitung. Mein Freund Frank Gassen ist mit dabei. Er hatte kürzlich Geburtstag. Eigentlich wollte ich ihm diesen Gipfelsturm zu seinem Festtag schenken. Doch Fränky hatte keine Zeit, musste Berge von Brownies essen. Jetzt sind die kleinen Kuchen gut verdaut. Wir stehen im Wald… und suchen nach dem Weg.

Sonne, Wald und Gezwitscher in den Harburger Bergen

Vorweg: Hamburgs höchsten Berg zu finden, ist nicht ganz einfach. Keine Markierungen, keine Hinweisschilder, keine Wegweiser. Nix. Selbst in der Wanderkarte ist der Hasselbrack kaum zu entdecken. Warum macht die Hansestadt so ein Geheimnis um ihr topographisches Highlight? Ein Anruf bei der Umweltbehörde gibt Aufschluss. Es liegt an einer seltenen Eulenart, die dort brütet. Den Raufußkauz bloß nicht stören. Der Vogel gilt als bedroht und ist in Hamburgs Wäldern eine Rarität.

Startpunkt für den Gipfelsturm. Naturschutzhaus Schafstall Fischbeker Heide

Unser Ausgangspunkt ist das Naturschutz-Info-Haus Schafstall der Loki-Schmidt-Stiftung. Es steht am Eingang des Naturschutzgebietes Fischbeker Heide, südlich vom Hamburger Stadtteil Neugraben. Dort, wo die Hansestadt gleich an Niedersachsen grenzt. Noch ein Blick auf die Wanderkarte und schon sind wir auf dem Weg.

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