Es muss nicht der Everest sein

Fingerhut und helle Lichtungen. Die Fischbeker Heide ist ein Kleinod

Die Fischbeker Heide ist ein Naturidyll. Dichter Wald wechselt mit weiten Lichtungen. Kein Gelärme, kein Großstadttrubel, kein Gestank. Nur Vogelgezwitscher, viel Grün und fast genauso viele bunte Fingerhüte. Durchatmen. Unser erstes Etappenziel lautet: Moisburger Stein.

Moisburger Stein: Grenzmarkierung aus längst vergangener Zeit

Eine Grenzmarke aus vergangenen Tagen. ANNO MDCCL ist darauf eingraviert. 1750. Und das Monogramm des damaligen Kurfürsten von Hannover. In Personalunion war Georg II. auch König von Großbritannien. Deshalb auch das G und das R. (Georgius Rex) sowie die römische II. Grenzland.

Wandern aus Herzenslust

Wir folgen dem gut ausgebauten Forstweg in Richtung Schulenburgs Eiche. Es geht leicht bergan. Irgendwie müssen wir ja nach oben. Wir wollen schließlich auf einen Berg. „Eigentlich müssten wir bald da sein“, sage ich zu meinem Kumpel Frank. Der nickt und schaut auf das Navigationssystem seines Smartphones. „Erstaunlich, dass wir hier ein Netz haben.“ Die Sucherei beginnt.

„Irgendwo müssen wir hier rechts ab“, seufze ich. „Aber wo?“ Auf der analogen Wanderkarte ist jedenfalls nichts eingetragen. Fränky und ich nehmen uns ein Herz und biegen an einem matschigen Forstweg rechts ab, also nach Südwesten. Nun wird es tatsächlich hügelig.

Wir stapfen auf dem schmalen, sandigen Pfad über Wurzeln und Moosbüschel, nehmen eine große Kurve und hören Fahrradklingeln. Eine Gruppe Schüler nebst Betreuern radelt durch den Wald. Schulausflug, kurz bevor es demnächst Ferien gibt. Der pädagogische Anführer kennt sich aus. „Lauft uns einfach hinterher, wir wollen da auch hin,“ sagt der Mann.

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