Glaube versetzt Berge

Ein lebensfroher Mensch sei er wohl gewesen, erzählt Schwester Monika, „obwohl man ihm zeitlebens viele Steine in den Weg gelegt hat.“ Die Lebensfreude aber hat er nie verloren. Genauso wie eine gewisse Ausdauer und Hartnäckigkeit. Um die Dinge zu tun, die seiner Ansicht getan werden mussten. 1879 ging Pfanner nach Südafrika, um ein Kloster aufzubauen. Drei Jahre später gründete der „gehorsame Rebell“ die Gemeinschaft der „Missionsschwestern vom Kostbaren Blut.“ Der Geistliche gestaltete, packte an, versuchte, etwas auf den Weg zu bringen.

Pfanner ging… nach Afrika…

„Geht nicht, gibt es nicht“, könnte man sagen. Und so legen auch die Schwestern im Kloster Wernberg tüchtig Hand an. Gemeinsam mit Pächter Sebastian Perwein (27 Jahre) aus Salzburg kümmern sie sich um die Landwirtschaft. Es gibt einen Bauernladen, ein Restaurant, eine Bäckerei und die Schwestern sorgen für ein breitgefächertes Bildungsangebot. „Ora et labora“ eben. „Bete und arbeite“. Zeit zur Seelsorge und zum Geschichten erzählen bleibt auch noch. „Das ist uns wichtig“, findet Schwester Monika. „Immer wenn es zu Begegnungen kommt, gibt es auch persönliche Geschichten. Dann lacht sie und erzählt, wie sie der klösterliche Kräuterschnaps auf dem Großglockner gerettet hat. „Als ich ziemlich fertig war, hat mich ein Schlückchen wieder aufgebaut.“

Menschen lieben Geschichten, Monika erzählt sie gerne

Versetzt Glaube Berge? „Auf jeden Fall“, sagt Schwester Monika. Wenn etwa jemand große Widerstände überwinden konnte. Weil er oder sie fest daran geglaubt hat, dass etwas geht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.