Halbzeit über den Bergen

eventoplena: Jörg, wie bist Du auf die Idee der Gipfeltour gekommen?

Jörg: Die Idee dazu ist nicht neu. Mir kam sie, als ich vor etlichen Jahren im Ith bei Hameln wandern war und feststellte, dass die Mittelgebirge wunderschön sind. Bisher waren eher die hohen Berge der Alpen, der Anden und anderswo in meinem Fokus. Bis ich mir dachte: Mensch, eigentlich musst du gar nicht so weit weg, um das Gefühl von Freiheit, Fernsicht und Freude zu bekommen. Ich gebe aber auch zu, dass ich durch einen Kreuzbandriss zunächst nicht an exponierte Kraxeltouren denken konnte. Und ich habe offensichtlich Nachholbedarf in Heimatkunde.

evenetoplena: Wie meinst Du das?

Jörg: In der Grundschule haben wir gelernt, dass die Zugspitze der höchste Berg der Republik ist. Vielleicht kennen wir auch noch den höchsten Berg unseres Heimatbundeslandes. Aber dann? Bei mir war es zumindest so. Wer weiß schon, dass der höchste Berg im Saarland Dollberg heißt oder der Langenberg in NRW im Sauerland das topographische Highlight ist.

Totholz gibt es am Erbeskopf jede Menge

eventoplena: Und in Hamburg?

Jörg: Den Hasselbrack mit seinen 116m ü.N.N. kennen in der Tat nicht so viele Leute. Der steht in den Harburger Bergen und ist nicht so einfach zu finden, weil es keine Wegmarkierungen gibt. Alpinistisch sind viele der höchsten Berge nicht gerade eine Herausforderung. Aber die Höhenzüge sind landschaftlich reizvoll. Viel Wald, sanft geschwungen und geschichtlich oft interessant. Sie erzählen Geschichten.

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