In „alter“ Frische

Andere machen in den Bergen jetzt noch Skitouren. Wir eröffnen Mitte Mai die Badesaison am Achensee. Wir sind fünf unerschrockene Eisschwimmer, die das Tiroler Meer nicht nur von außen betrachten, sondern im grünen und recht frischen Wasser schwimmen. Wir sind verabredet zum Aquacamp von und mit Eisschwimm-Weltmeister Christof Wandratsch.

Unser Quartier: Hotel Post in Pertisau am Achensee

Grün schimmert der Achensee in der Nachmittagssonne. In Pertisau an der Südseite des Sees flanieren nur wenige Gäste an der Uferpromenade. Im Hintergrund erheben sich die Berge des Rofan und des Karwendel. Zwei Gebirgsstöcke, die mit ihren Gipfeln und Graten vor allem Wanderer, Kletterer und Gleitschirmflieger anlocken. Aber nicht nur die.

Dutzende Sportwagen stehen am See. Der Porscheclub hat zur Rallye geladen

Denn auch der Porscheclub ist schon  da. 120 Edelkarossen stehen vor dem Hotel Post, direkt am See. Birgit, Jürgen, Mirko, Christof und ich interessieren uns aber nicht für die Sportwagen und Pferdestärken. Wir wollen uns abhärten für’s Schwimmen im kalten Gewässer.

Erste Kontaktaufnahme mit dem kühlen Nass. Christof Wandratsch steckt die Hand in den See. „Passt!“ Mehr sagt der 52-Jährige nicht.

Christof liebt Wasser, früher nur warmes, inzwischen auch das kalte

Er ist Extremschwimmer, mehrfacher Eisschwimm-Weltmeister, Weltcup-Sieger, Ärmelkanaldurchquerer und für mich ein alter Bekannter. „Wandi“ und ich kennen uns seit gut 30 Jahren. Er schwamm früher für die Bundesliga-Mannschaft in Erlangen, ich in Bamberg. Nach unserer Jugendzeit verloren wir uns aus den Augen, vor einigen Jahren aber lud mich Wandratsch zur Eisschwimm-WM nach Burghausen ein.

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