In „alter“ Frische

In der Ruhe schwimmt die Kraft. Foto von Mirko Röwer

In ruhigen Zügen kraule ich Richtung Boje, sehe meine Hände, wie sie das grüne Wasser fassen, den Druck suchen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass kaltes H2O deutlich griffiger ist. „Das stimmt“, pflichtet mir Christof Wandratsch später bei. „Mir geht es genauso, zumindest in den ersten Minuten.“ Nun quere ich auf die andere Seite, zur etwa 150 Meter entfernten, äußeren rechten Boje. Draußen stehen noch immer etliche Passanten, schießen Fotos und schütteln den Kopf. Wir sind jetzt schon zehn Minuten im Achensee, schwimmen kreuz und quer. Fast wie im Robbengehege im Hamburger Zoo Hagenbeck. Nur, dass wir nicht gefüttert werden.

 

Ohne Fütterung, aber mit so viel Spaß wie im Robbengehege

Nach einer guten Viertelstunde krabbeln wir krebsrot aus dem Wasser. „Das ging doch prima“, lobt Christof seine Schützlinge. „Wo ist Birgit?“ Sie ist schon etwas früher raus und sitzt bereits im Hotel in der Sauna. Dorthin gehen Jürgen, Mirko, Wandi und ich jetzt auch. Ideal ist das. Du gehst nur ein paar Schritte vom See, dann bist du im Spa-Bereich des Hotels. Wir wählen aber nicht die heiße 90-Grad-Sauna, sondern die mit 60 Grad. „Langsames Aufwärmen ist wichtig, weil sonst wird das Prickeln zum Schmerz“, rät Wandi. „Das will keiner.“

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