Kälte kriecht, sie strömt nicht

Ich bin ein Wiederholungstäter. Im vergangenen Mai war ich schon einmal im Natureispalast im Hintertuxer Gletscher. Jetzt die Rückkehr. Allerdings unter anderen Vorzeichen. Eisschwimmen im Spätsommer ist etwas anderes als im Frühjahr. Auch, weil ich lange nicht im richtig kalten Wasser war. Eine neue Erfahrung an bekannter Stätte.

2 Gedanken zu „Kälte kriecht, sie strömt nicht“

  1. Servus Jörg,

    schöner Bericht, der angenehm sachlich rüberbringt, was auch ich an diesem September-Samstag empfunden habe. Eine tolle persönliche Erfahrung, eine Ausdehnung seiner Begrenzungen. Hört sich vielleicht dick aufgetragen an, aber es ist schon ein Stück Freiheit und gibt Selbstbewusstsein zu wissen, dass „so was“ geht.
    Schön, zu erfahren, dass es auch für Euch keine Routine war. Für mich war es das erste Mal, deshalb hab´ich mich ein wenig mehr vorbereitet. Zur Infos für weitere Leser: die 14 Tage vor dem 14.9. war ich jeden Tag bei 8 Grad in meinem Hausbergsee, max. 25 Minuten lang. Auch die Handschuhe und Füßlinge gehörten für zum Plan Reserven aufzubauen. Ich war mir nicht sicher, dass ich das packe. Wenn die Extremitäten geschützt sind fühlt sich das Wasser beim Einstieg mal gleich 4 Grad wärmer an. Und die ersten 20 Sekunden beim Einstieg sind die Wichtigsten, danach fließt es. An der Stelle hilft auch sehr sich zu fokussieren bzw. Übungen, die den Geist vom Körper distanzieren. Ich versuche immer in den Modus des „neben- der- Spur- seins“ zu kommen. Der Geist schwimmt rechts oberhalb vom Kopp. Was da unten links friert ist nur die Hülle. Wenn es funktioniert (nicht jeden Tag) hilft das gewaltig, auch in vielen anderen Situationen.
    Als Folge entsteht dieser weggetretene Gesichtsausdruck. Hatte ich früher schon beim Fußball, vor allem in ganz verbissen geführten Zweikämpfen. Schöne Grüße aus Ruhpolding. Hartmut

    1. Lieber Hartmut, toll, dass es dir auch so gut gefallen hat. Und danke für deine Ausführungen. Allen, die Eisschwimmen ausprobieren wollen, wird das sicher weiterhelfen. Bis bald. Jörg

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