Kein Platz für Kopfkino

In meinem Element

Wie heißt es oft so schön? Raus aus der Komfortzone und hinein ins Leben. Wenn ich ehrlich sein darf, halte ich von dieser Formulierung nicht so viel. Denn: Was ist Komfort? Ich jedenfalls empfinde das ganzjährige Schwimmen im kalten bis sehr kalten Wasser inzwischen als Luxus. Ja, es bedeutet ein ganz gehöriges Stück Freiheit. Warum? Weil ich auf keine öffentlichen Bäder mehr angewiesen bin, selbst bestimme, wann, wo und wie lange ich im Wasser sein möchte. Und Eintritt zahle ich schon lange nicht mehr. Um nur ein paar Vorteile dieser etwas speziellen körperlichen Aktivität zu nennen.

Oktober in Bestform an der Alster

Mitten in der Woche: Vormittags an der Alster in Hamburg. Der Oktober gibt Vollgas und präsentiert sich in Bestform. Nachts sinken die Temperaturen schon deutlich in den einstelligen Bereich. Tagsüber erwärmt die Herbstsonne die Luft auf milde 15 bis 16 Grad. Das Wasser ist nur ein wenig kühler, noch deutlich im Zehnerbereich. 12 vielleicht 13 Grad. Erst ab fünf Grad sagt man „Eisschwimmen“. Ich stehe an der Meenkwiese in Hamburg. Dort, wo Eppendorf auf Winterhude trifft und nur durch die Alster getrennt ist. Also durch jenen 56 Kilometer langen Fluss, der in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein entspringt und nach Hamburg mäandriert.

56 Kilometer und dann weiter bis in die Nordsee

In der Hansestadt mündet die Alster in die Elbe und schickt ihr Wasser in die Nordsee. Alster bedeutet so viel wie Fluss oder Gewässer. An diesem also stehe ich und blinzele in die Sonne. Ein paar Schwäne, Blesshühner und Graugänse paddeln über den blau leuchtenden Spiegel. Immer wieder ziehen Ruderboote elegant Furchen ins Wasser. Meine Arme kreisen, auf der kleinen Terrasse macht ein Pärchen Yoga. Ein freundliches Moin muss zur Begrüßung ausreichen. Wir wollen schließlich die Ruhe genießen.

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