Kraftplatz mit Kaiserschmarrn

Ideen entstehen oft spontan. Vor allem, wenn das Wetter passt und man gerade einmal nichts anderes zu tun hat, als sich darüber Gedanken zu machen, was man so anstellen könnte. Z.B. von Grainau aus auf die Stepbergalm und vielleicht weiter zum Ziegspitz zu gehen. Zu jenem Berg, der ein wunderbares Panorama auf die Zugspitze und die Waxensteine im Süden und die Ammergauer Alpen im Norden verspricht.  Wo Kaiserschmarrn und Knödel besonders gut sein sollen.

Grainau ist da, wo es die schönen Bänke gibt

An Essen ist aber vorerst nicht zu denken. Denn vor der Mahlzeit steht der Weg. Er beginnt unweit der Bahnstation Grainau, am Ortseingang. Dort, wo die Loisach leise, auch Mitte September lieblich Richtung Isar gurgelt. Wenige Meter nach der Brücke, kurz hinter dem Herrgottschrofen (ein Kletterfels), gabelt sich der Weg. A führt nach rechts (Osten) auf den Kramer-Plateauweg, B nach links (Westen) zum Gelb-Gwänd-Steig. Ich nehme B (Weg-Nr. 261). Das ist zunächst ein breiter, wenig steiler Forstweg. Ein Spaziergang, genau richtig, um die etwas müden Beine wieder in Schwung zu bringen. Erst gestern bin ich von der Zugspitze ins Tal zurückgekehrt. Die Muskulatur hat sich das offensichtlich gemerkt. Aber Bewegung hilft.

Durch dichten Wald führt der Pfad, später lichten sich die Baumreihen

Nach ungefähr einem Kilometer wird aus Nr. 261 ein Steig. Er führt durch dichten Wald, über Wurzelwerk und Fichtennadeln. Es duftet nach Weihnachten. Und das mitten im September. „Ein bisschen früh“, denke ich. „Auch die spät sommerliche Wärme passt überhaupt noch nicht zu O Tannenbaum.“

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