Kraftplatz mit Kaiserschmarrn

Auf der ist Elisabeth Ostler mit ihrer Tochter Kati bereits zugange. Einige Wanderer sind auch schon da. Vor sich Kaiserschmarrn, Kaspressknödel oder einen Kaffee. „Grias di“, begrüßt mich Elisabeth freundlich. „Was derf i bringa?“. „Einen gespritzten Johann (Schorle) und einen Kaffee, bitte“, gebe ich meine Bestellung auf.

Mutter und Tochter kennen keine Langeweile

Kurze Zeit später steht beides vor und Elisabeth neben mir. „Hock dich mit her“, sage ich und frage nach. „Seit wann macht ihr das hier?

Speisenkarte und „Kurzgeschichte“

„Mir sann den 29. Sommer da heroben“, lacht Elisabeth Ostler. „Mei, so a lange Zeit.“ Die Geschichte der Stepbergalm ist allerdings noch viel älter. Ich blättere in der Speisenkarte. Da steht geschrieben: „Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Alm 1408.“ Das ist das Jahr, in dem die Appenzeller Kriege stattfanden oder der Braunschweiger Altstadt-Marktbrunnen gegossen wurde. Sagt Wikipedia. Oder kurz. Die Stepbergalm ist uralt.

Herrmann Ostler ist Bauer mit Leib und Seele

Gut 70 Rinder und 480 Schafe weiden hier ab Juni. Am zweiten Sonnabend im September kommen erst die Schafe, etwas später dann die Rinder wieder ins Tal. „Aber heuer is des Wötter so guat, da sann noch a paar Tiere do“, erzählt Elisabeth. Dann steht die sportliche Frau auf. Es ist später Vormittag und die Sonne brennt vom Himmel.

„Do is immer was zum Tun“, sagt sie, klappt den großen Sonnenschirm auf und verschwindet wieder in der Küche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.