Kraftplatz mit Kaiserschmarrn

Bergtouren sind manchmal wie Fenster zum Ich

So wie dieser Weg zum Ziegspitz. Dessen Name übrigens nichts mit den Tieren zu tun hat. Zieg kommt von Lawinenstrichen, von Zügen. Als ich oben (vorderer 1.815m, hinterer 1.864m) ankomme, bin ich allein. Nur das Gipfelkreuz, die Wolken, die Wärme, der Wind und die Weitsicht: auf die Waxensteine und die Zugspitze im Süden.

Auf den Kramerspitz im Osten und die Ammergauer Alpen mit Hirschbichel und Felderkopf im Norden. Berge, so weit das Auge reicht. Ein Platz zum Kraft tanken. Ein Ort, an dem der mitgenommene Apfel besonders gut schmeckt. Neben meinen Blicken schweifen auch die Gedanken in die Ferne. Was bringt die Zukunft, was ist mir wichtig, wohin möchte ich? Fragen, die sich auf knapp 1.900m gut beantworten lassen. Weit weg vom Tempo der Arbeit, vom Trubel der Aktualität, von der Taktung des Alltags.

Fragen stellen und Antworten finden im Angesicht des Gipfelkreuzes

Und so schlendere ich nach einer guten Dreiviertelstunde auf dem Ziegspitz zurück zur Stepbergalm. Zufrieden, mit einem Lächeln im Gesicht, mit guten Gedanken und einem Schwung neuer Ideen. Die kommen ja oft spontan, wie der große Hunger. Der Kaiserschmarrn von Elisabeth Ostler ist wirklich ein Traum. Und das Apfelmus sowieso.

Für Entchen eine Abkühlung gefällig?

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