Ein Jahr in 24 Tagen

10. Dezember

Bücher lesen ist das eine, eines zu schreiben das andere

Heinrich Heine muss es wissen: „Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.“ Ende des 18. Jahrhunderts in Düsseldorf geboren, gilt Heine als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, Dichter und Journalisten. In meinem Buch „Der blaue Tiger“ (19,40 Euro über diese Seite bestellbar) hat Heine gleich im Prolog einen Ehrenplatz mit seinem Ausspruch: „Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.“ Damit hat der Satiriker mein Lebensmotto „Gar nicht verrückt ist auch nicht normal“ geprägt.

Lesen gehört zu meiner Profession als Journalist so essentiell dazu wie Kaffee, Neugier und Rosinenschnecken. Auch 2020 war und ist ein Lese-Jahr. Neben all den Artikeln, Meldungen und Reportagen waren natürlich auch echte literarische Werke dabei. Von Biographie über Lyrik bis Roman. Hier eine kleine „kommentierte“ Auswahl. Die „Wunderkammer der Deutschen Sprache“ ist ein wunderbares Buch., das tiefe, hintergründige, interessante und humorvolle Einblicke in das Deutsche gewährt. „Happy Tokio“ dagegen kommt als „Reisebuch“ daher, mit dem man in die Welt der japanischen Metropole eintaucht. Eigentlich wollte ich im Sommer ja meiner Tochter Finnia bei Olympia (dazu gibt es auch auf dieser Seite mindestens zwei Artikel aus dem Frühjahr 2020) zusehen.

Finnia hat Olympia in Tokio noch im Blick

Die Pandemie hat das Vorhaben zwar nicht sterben lassen, aber doch verschoben. Und „Das Gedicht“ #27 ist eine Sammlung wunderbarer Gedichte, die sich mit dem Thema „Natur“ auseinandersetzen. Mit dem Herausgeber und Dichter, Anton G. Leitner habe ich darüber (auch hier auf dieser Seite) ein langes Interview geführt.

Nicht ganz, aber fast untergegangen ist das Beethoven-Jahr. Der Komponist, im Dezember 1770 geboren, würde in diesen Tagen seinen 250. Geburtstag feiern, wäre er biologisch unsterblich gewesen. Dass er es zumindest aus musikalisch-künstlerischer Sicht ist – daran gibt es keinen Zweifel. Im Jubiläums-Jahr beigetragen dazu hat Christine Eichel. Die Schriftstellerin, Journalistin und Musikwissenschaftlerin hat in „Der empfindsame Titan“ akribisch, packend und lehrreich beschrieben, warum Ludwig van Beethoven bis heute einer der ganz Großen ist. Ich habe das Buch zweimal gelesen. Einmal ohne musikalische Untermalung und einmal mit den jeweiligen Werken. Erhellend, aufschlussreich, ein Erlebnis, Lesen und Hören so miteinander zu verbinden.

Zum Abschluss meiner Empfehlungen geht es wieder ins bzw. ans Wasser. Tschingis Aitmatow ist ein kirgisischer Schriftsteller. In „der weiße Dampfer“ schildert er voller Poesie die Geschichte eines achtjährigen Jungen in den Bergen am großen See, am Issyk-Kul. Kirgistan in Zentralasien steht seit Jahren auf meiner Reiseliste, nachdem ich ein anderes Buch Aitmatows (Du meine Pappel im roten Kopftuch“) gelesen hatte.

BAHN FREI von Lutz Prauser erzählt auf heitere Art, wie er sich aufraffte und wieder regelmäßig zu schwimmen begann. Was ein abgerissener Knopf am Hosenbund so alles bewirken kann. Auf diese nasse Reise durch unzählige Gewässer nimmt „Schildkrötenfan“ Prauser sein Publikum mit. Genauso wie Schwimm-Freund und Kollege Martin Tschepe. Der Journalist hat seine Erlebnisse „Im Element“ zusammengetragen. Mal nachdenklich, mal heiter, mal erschöpft. Total menschlich eben und immer mit einer handbreit Wasser unter dem Kiel.

Wer sein/ihr favorisiertes Türchen mitteilt, um einen von drei Preisen zu gewinnen, sollte dies bis zum 28. Dezember tun. Email über die Kommentarleiste, fertig!

Ein Gedanke zu „Ein Jahr in 24 Tagen“

  1. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Adventfensterchen, ich erfinde mich täglich neu im Advent. Ich wünsche dir schon einmal einen sehr ereignisreichen 1. Adventkalendertag lieber Jörg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.