Ein Jahr in 24 Tagen

4. Dezember

Schalke, Kohle, Ruhrpott – Zu Besuch im Revier

Hat ziemlich gedauert, dass ich an eine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt bin. Gefühlt sicher acht Jahre. Von 1989 bis 1992 habe ich im Ruhrgebiet gelebt und gearbeitet. In Gelsenkirchen. Beim Radio. Eine gute Zeit war das. Jung, dynamisch, noch als Fußball-Reporter unterwegs. Natürlich auch auf Schalke. Aber fast noch lieber in den unterklassigen Ligen. SC Hassel, SSV Buer, Schalke II, STV Horst Emscher und nicht zu vergessen bei den Rivalen vom TuS und SV Rotthausen. Live vom Platz. Alles in Reichweite von alten Zechen, Fördertürmen und Kohlehalden.

In diesem Jahr war ich endlich mal wieder dort bei Freunden zu Besuch. Norbert und Frank heißen die beiden. Beim Schwimmtraining lernen wir uns Anfang der 1990er Jahre kennen, hatten viel Spaß miteinander. Das gilt bis heute. Selten so viel Blödsinn erzählt und gelacht. Darüber, dass ich mal Wunniño aus Südperu war, der das gepflegte Tackling beherrschte. Wie andere Fußballer auch. Sagen wir – grobmotorisch mit dem Hang zu weiten Laufwegen und blutigen Knien.

Dicke Freunde sollt ihr sein

Aber auch ernste Themen schneiden wir an. Zum Beispiel: Wie lange kann die Imbissbude den Preis für das kleine Gedeck (Currywurst mit Pommes rot-weiß) noch halten? Recherchen vor Ort ergeben, dass diese gar vorzügliche Mahlzeit nach einem Heimspiel (verloren) von S04 noch immer ihren Preis wert wäre, hätte es dieses Heimspiel gegeben. Gleichwohl erklimmen wir gestärkt Abraumhalten, die heute anderweitig genutzt werden. Als Naherholungsgebiet mit Fernsicht auf’s Revier. „Schalke wie lieb ich Dir.“

Während ich das hier schreibe, fällt mir noch eine Anekdote ein, die ich in den 90ern im Dortmunder Westfalenstadion hätte erleben können, aber nicht wirklich erlebt habe:

  • Dortmund gegen Schalke ausverkauft. In der Halbzeit soll Miss Ruhrgebiet gekürt werden. Der Stadionsprecher bittet eine Blondine in den Mittelkreis und sagt: „Frau Kowalski, beantworten Sie mir die Frage, wie viel 3×3 ist, und Sie sind Miss Ruhrgebiet.“ Spontane Antwort: „Zehn“. Das ganze Stadion brüllt: „Gib sie noch eine Chance.“ Sie überlegt und sagt: „Acht„. Das Stadion brüllt wieder: „Gib sie noch eine Chance.“ Der Stadionsprecher seufzt und sagt: „Jetzt muss die Antwort aber stimmen, sonst wird’s nichts mit dem Titel.“ Frau Kowalski überlegt lange, dann sagt sie: „Neun.“ Die Dortmunder Fans brüllen: „Gib sie noch eine Chance. Gib sie noch eine Chance.“

Nicht vergessen: Bis zum 28. Dezember 2020 eine kurze email auf dieser Seite über die Kommentarleiste schicken. Mit der entsprechenden Fenster-Nummer und einer kurzen Begründung, warum ihr diesen Beitrag zum Favoriten machen wollt. Fertig. Dann entscheidet das Losglück... wer einen von insgesamt drei Preisen gewinnt.

Ein Gedanke zu „Ein Jahr in 24 Tagen“

  1. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Adventfensterchen, ich erfinde mich täglich neu im Advent. Ich wünsche dir schon einmal einen sehr ereignisreichen 1. Adventkalendertag lieber Jörg

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