Let it slow, let it slow…

Morgenstund‘ hat Gold im Mund…. Auf dem Kitzelberg am Klopeiner See

Der größte Feind der Qualität ist die Eile.“ (Henry Ford, amerikanischer  Autofabrikant)

Jeder Morgen ist ein Anfang. Zumindest der eines ganzen Tages. Das will zelebriert und gefeiert werden. Die Dunkelheit der frühen Stunden kommt gierig daher, sie verschluckt Vieles. Die Sonne, die Helligkeit, die Wärme, die Fernsicht und den Lärm. Aber nicht die Vorfreude und schon gar nicht das leise rhythmische Geräusch des Gehens.

Robert Karlhofer leitet das Tourismus-Büro am Klopeiner See

Wir befinden uns auf dem Slow Trail zum Kitzelberg am Klopeiner See. Robert Karlhofer reibt sich die Augen. Das frühe Aufstehen ist – nun ja – gewöhnungsbedürftig. Mit dem jungen Mann sind wir verabredet. Ein freundliches „Moin“ ist auch zu dieser frühen Stunde allemal drin. Soviel Zeit muss sein. Auch am Fuße des Kitzelbergs, der mit 684m über dem Meer nicht gerade ein alpiner Gigant ist. Was die Aussicht von seinem Gipfel angeht, aber sehr wohl…

Ein Sonnenaufgang auf dem Kitzelberg ist ein Geschenk… ein Geschenk

Tatsächlich hat der Name Kitzelberg nichts mit dem Kitzeln zu tun. Vielmehr liegt der Ursprung zumindest nach Deutung der Forschung im Wort für ein junges Reh oder eine junge Gämse. Deshalb ist der Kitzelberg offenbar ein Berg, in dessen Wäldern ringsherum kleine Rehe umherstreifen.

Wenn der Tag entsteht…
Der Berg, der die Sinne kitzelt

Dass Kitz in dieser Region auch als Kosewort für Kleinkind gilt, passt: Denn der Kitzelberg gilt als beliebtes Ausflugsziel für Familien. Auch, weil der Weg hinauf zum Gipfel alles andere als beschwerlich ist. Kurz vor dem Sonnenaufgang sind wir oben. Am Aussichtsbalkon. Die Wolken wabern noch über dem Klopeiner See. Robert Karlhofer bleibt gelassen. „Der Dunst verzieht sich ganz bestimmt.“ Kurz vor sechs Uhr. Die Sonne ziert sich etwas. Oder kuschelt sie einfach noch ein bisschen mit den flauschigen Wolken. Aus der Thermoskanne plätschert der erste Kaffee. Frühstück in dieser Landschaft. Kann man besser in den Tag starten? „Wohl kaum“, findet Robert Karlhofer. Über dem Klopeiner See lichten sich die Nebelschwaden. In der Ferne leuchtet die Sonne und nimmt in kleinen Schritten ihren Lauf. Im Süden glänzen die Karawanken. Was für ein Glück! Satt sehen ist möglich, aber unwahrscheinlich. Die Zeit schleicht ins Land. Langsam, behutsam, fast zärtlich. Der Berg kitzelt tatsächlich alle Sinne wach! Und der wärmste Badesee Europas wenig später noch einmal…

„Der größte Feind der Qualität ist die Eile.“ 

Ein Gedanke zu „Let it slow, let it slow…“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.