Aus tiefster Überzeugung

Traumlage mit Traumblick vom Bartlbauerhof

Noch hat sich der Morgendunst nicht ganz verzogen. Der Millstätter See leuchtet aber schon da unten. Da, wo deutlich mehr los ist als hier oben. Obwohl wir uns hier in Glanz befinden. So heißt die Siedlung, in der der Bartlbauerhof steht. Und das tut er nun schon seit fast 300 Jahren. Marlies Pötscher ist hier die „Chefin“ und heute noch ein bisschen müde. Der gestrige Abend war etwas länger.

Auch morgens schon bestens gelaunt. Marlies Pötscher, Biobäuerin mit Herz

„Kommt’s rein“, begrüßt sie uns dennoch mit einem Lachen. „Mögt’s einen Kaffee?“ Da sagen wir nicht nein. „Ich bring‘ ihn gleich raus“, sagt Marlies, „setzen wir uns in die Sonne.“ Im Garten neben dem alten Holzhaus stehen ein großer runder Tisch und Sitzbänke. Im Hintergrund gackern Hühner. Der Hofhund wuselt auf dem Gelände herum und Marlies trägt ein großes Tablett. Darauf eine Kaffeekanne aus Porzellan, hübsche Tassen, frische Heumilch von den eigenen Kühen, ein bisschen Zucker und ein paar Teelöffel.

Das alte Bauernhaus wirkt ein bisschen wie aus der Zeit gefallen

„Gestern Abend habe ich mir freigenommen“, erzählt Marlies, die hier seit einigen Jahren als Biobäuerin das „Zepter“ schwingt. „Manchmal muss das sein.“ Ein paar Freunde waren zu Besuch. Es wurde spät.

Ruheplätzchen

Von montags bis sonntags steht die Berufsschullehrerin sehr früh auf der Matte. Auf dem Hof wartet immer Arbeit. Die Hände in den Schoß legen? „Das kommt nur selten vor“, gesteht sie. Den Hof kennt Marlies Pötscher schon seit frühesten Kindheitstagen. In den Ferien oder an den Wochenende ist sie seinerzeit hier. Abenteuerurlaub bei den Großeltern machen. Die Frau schmunzelt: „Langeweile hatte ich hier nie.“ Hier war sie frei und doch auch gut behütet.

Marlies Pötscher mag das Leben und die Arbeit auf dem Bartlbauerhof
Dreh- und Angelpunkt im Haus: Die Küche ist Büro, Treffpunkt, Lebensraum

Später, als sie schon älter ist, reist die junge Frau durch die Welt, macht ihre Ausbildung zur Landwirtschafts-Lehrerin, bekommt Kinder und steht vor nunmehr fast sieben Jahren vor der Entscheidung, ob sie dem „theoretischen“ auch das praktische Bauerndasein hinzufügen soll. Marlies Pötscher sagt ja. „Aus tiefster Überzeugung.“

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