Aus tiefster Überzeugung

Ideen gibt es viele. Man muss sie nur umsetzen

Wie im Jahr 2016. Damals schließen sich Marlies Pötscher und 17 andere Bauern zu einer Genossenschaft zusammen. Sie gründen Kärntens erste Bio-Heumilch-Käserei mit Hofladen, die „Kaslab’n Nockberge“ . Seither liefert die 39-Jährige die Milch ihrer Kühe ins nahgelegene Radenthein. 2,5 Millionen Euro investieren die Macher. „Das ist eine Chance, die Landwirtschaft in dieser Region – auch im Kleinen- zu erhalten“, sagt Marlies Pötscher. „Qualität statt Quantität.“

Zu tun gibt es immer etwas. Ob in der Kaslab’n oder daheim

Bergkäse, Schnittkäse, Emmentaler und Butter. Sie umreißen das Angebot. „Und es läuft gut.“ Zumal sich Kunden am Betrieb finanziell beteiligen können und als Zinsen sogenannte „Käsegutscheine“ aus den Nockbergen erwerben. Der Hof von Familie Pötscher steht mitten in den Kärntner Nockbergen, quasi am Fuße des Mirnock. Das Massiv ist 2.100m hoch und hat eher eine Kuppe als Gipfel, denn eine richtige Felsspitze. Warum? Weil die Natur es so wollte, Wind und Wetter formten den Berg. Aber in der Welt der Sagen existiert eine fantasievollere Erklärung. Ein Riese hat demnach den Felsgipfel aus Zorn zu Tal geworfen.

Fliegende Felsen und kein „echter“ Gipfelaufbau am Mirnock
Kaum erkennbar: Der Gipfel des Mirnock. Nur weil ein Riese sauer war?

Das Leben in dieser Landschaft fördert offenbar die Fantasie und die Kreativität. „Improvisieren lernen“, erzählt Marlies Pötscher, „das gehört hier einfach dazu.“ Ihre Söhne Jakob und Valentin machen das tagtäglich. Manchmal verschwinden sie nach Schule und Hausaufgaben im Schuppen, im Stall oder in der Scheune. Dann wird gebastelt, getüftelt, gewerkelt und ausprobiert. Manchmal auch erfunden: neue Werkzeuge, hilfreiche Konstruktionen oder irgendwelche Fantasie-Skulpturen.

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