Reise ins pralle Nichts

Der Winter ist vorüber. Es gilt wieder die Sommerzeit. Hurra! Im vergangenen Jahr war ich im Osttiroler Villgratental. Eine Skitour machen. Den Frühling begrüßen. Jetzt ist mein Radiofeature fertig und gesendet worden. Wer mag: Unter diesem Link anhören oder auf dieser Seite ein bisschen nachlesen.

Herzass Villgratental. Hier sagen sich Fuchs und Hase besonders gern gute Nacht

Wenn bei uns im Norden der Frühling schon längst da ist, dann herrscht im Osttiroler Villgratental oft noch tiefster Winter. Meterhoch türmt sich dort der Schnee. Riesige Skigebiete mit präparierten Pisten oder große Hotelburgen wie im benachbarten Südtirol gibt es hier nicht. Genau richtig für Skitourengeher, die im Schnee ihre leisen Spuren hinterlassen möchten.

Am Ende oder am Anfang der Welt?

Es gab Zeiten, da warb das Villgratental mit dem Slogan: Wir haben nichts. „Das ist natürlich Blödsinn“, sagt Christof Schett. Der frühere Snowboard-Profi organisiert inzwischen Touren auf zwei Brettern durch das Tal. „Wir bieten viel, vor allem Stille und viel Natur.“ Darauf sind die Villgrater stolz. „Wir mögen leise Spuren„, sagt Schett.

Traditionen verkommen nicht zu folkloristischen Floskeln, sie sind lebendig. Historische Häuser werden nicht abgerissen, sondern liebevoll restauriert. So wie das Benjamin Schaller macht. Der Bauer aus Kalkstein ist eben auch eine Art Erbauer. Zum Beispiel im Giatla-Haus und auf der Alfenalm.

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