Schwaxeln oder Schwixeln?

Das Wasser ist warm! Warum einen Text nicht einmal mit einer Untertreibung beginnen? Also: Das Wasser des Arabischen Meers ist sehr warm. Geschätzte 30 Grad. Für mich ist das eigentlich zu warm zum Schwimmen. Aber was soll’s. Hinein und einmal quer durch die Bucht von Agonda im indischen Bundesstaat Goa. Rund dreieinhalb Kilometer ist die breit. Und am Ende warten Kletterfelsen und eine für mich neue Sportart. Und für Euch ein Gewinnspiel.

Im Kraulstil durch die Bucht

Die Wellen sind nicht sonderlich hoch, das Meer ist trüb. Fernsicht unter Wasser? Fehlanzeige. Egal. Denn ich habe ja etwas ganz anderes vor als Fische aufzustöbern. Das Ziel lautet, die Klippen am südlichen Ende der Bucht von Agonda schwimmend zu erreichen, um dann dort herum zu kraxeln.

Dahinten wartet das Kletterareal von Agonda. Die Damen sammeln gleich Abfall.

Aber vorher schwimme ich meinen Rhythmus durch das Meer. Die Wogen schaukeln mich ein wenig. Am Strand ist nicht viel los. Drei  Frauen sitzen mit ihren orangen Westen im Sand. Gleich starten sie zu ihrem Job. Sie sammeln Müll ein, damit die wenigen anderen Menschen den Tag mit einem ausgedehnten Spaziergang am sauberen Strand beginnen können.

Nur vereinzelt finden sich so früh Spaziergänger am Ufer.

Den Wellen lauschen, der  Brandung, die nie endet. Es rauscht am Tage, es rauscht in der Nacht. Und wenn der Wind etwas auffrischt, dann donnern die Wellen ans Ufer. Sie dröhnen sogar.

Ab sieben Uhr früh ist der Strand bewacht. Man weiß ja nie.

In den ersten zwei Nächten musste ich mich auch erst an diese Geräuschkulisse gewöhnen. Jetzt, wo ich schon länger hier bin, nehme ich das Meeresrauschen als wohlklingenden Musikteppich wahr. Er besänftigt, gibt ein bisschen den Tagesablauf vor.

Meeresrauschen ist Musik

Morgens ins Wasser. Schwimmen. Mal eine halbe Stunde, mal eine ganze oder noch länger. So wie heute. Unter Aufsicht der „indischen Buchtwacht“, die ab sieben Uhr zwölf Stunden lang das Treiben am und im Wasser im Blick hat.

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