Schwaxeln oder Schwixeln?

Die Felstürme kommen näher und warten auf den Schwimmer

Die Felsen am südlichen Ende der Bucht von Agonda kommen langsam näher. Ich spüre die Strömung. Das Wasser prallt mit seiner Wucht an die Felsen und wieder zurück. Automatisch setze ich mehr Kraft ein, um zum steinigen Ufer zu gelangen. Es schaukelt etwas stärker als auf „hoher“ See. Ich liebe das. Nach einer Stunde lande ich vorsichtig an, schaue immer wieder, wo ich eine gute Stelle zum ans Land kraxeln finde.

Erstmal schauen, wo ich an Land kann.

Da drüben, etwa zehn Meter weiter rechts, da könnte es gehen. Das Wasser ist hier nicht mehr tief, ich kann stehen. Allerdings biegen mich die Strudel und Wogen hin und her, ich suche mein Gleichgewicht, balanciere. Die Schwimmbrille habe ich längst nach oben geschoben.

Wind, Wasser, Wellen, Wärme – wunderbar!

Die Klippen sind mitunter scharfkantig und mit Muscheln übersät. Vorsicht. Bloß nicht die Hände und Füße aufschlitzen. Die Sonne strahlt mit ihrem warmen Morgenlicht auf die Felsen. Seit Jahrtausenden geht das so. Wind, Wasser, Wellen, Wärme. Und ich fühle mich wie ein kleiner Krebs, der an Land krabbelt, Halt sucht.

Die Kraft kommt aus Beinen und Rumpf

Die vom Wasser aufgeweichten Hände greifen in die kantigen Felsritzen. Mit den Beinen stemme ich mich in die Höhe. Die Arme dienen vor allem der Stabilität, dem Gleichgewicht. Ok. Gelegentlich helfen sie auch kräftig mit. Aber die Hauptkraft kommt aus Beinen und Rumpf. Und schon stehe ich auf dem Stein. Kurze Verschnaufpause.

Erst einmal durchatmen. Ich habe Puls… .

Das Herz schlägt etwas schneller. Ich blinzele und schaue auf das Meer und die Felsen vor mir, suche mir eine Route. Dort, auf den großen Block, da soll es hingehen. Barfuß ist das gar nicht so einfach.

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