Schwein gehabt… Tiger

Einmal quer über die Alpen: Als ich vor drei Jahren zu Fuß von Maribor nach Monaco ging, wollte ich Murmeltiere und das Matterhorn sehen, das grenzenlose Europa erleben.  Diese unglaubliche Errungenschaft, die uns so selbstverständlich erscheint, es aber sicher nicht ist. Ich hatte das Glück, dieses offene Europa kennenzulernen. Deshalb ist mein Buch „Der blaue Tiger – Drei Monate zu Fuß über die Alpen“ nicht nur eines über eine sehr lange und spezielle Wanderung. Das Buch, das vor einem Jahr erschien, ist auch ein Plädoyer für ein grenzenloses und freies Europa. Dieses Europa darf nicht verloren gehen.

 

Kein Pass, keine Zollkontrollen – grenzenloses Reisen

Denn dieses Europa hat uns diese Freiheit, diesen Wohlstand und diese Sicherheit gebracht. Kein einziges Mal musste ich während der drei Monate einen Pass vorlegen. Keine Grenzkontrolle, kein Zaun, kein geschlossener Schlagbaum. Wollen wir das aufgeben? Ich nicht. Ich möchte mich weiter frei bewegen können, gerne auch ohne Passkontrollen von einem Land ins andere reisen, ohne Geld tauschen zu müssen und bestimmte Standards überall vorfinden. Garantierte Rechtsstaatlichkeit zum Beispiel.

Ohne Probleme von einem Land ins andere

Die letzten Wochen haben mich und möglicherweise viele andere nur den Kopf schütteln lassen. Wieder einmal ging und geht es um den Umgang mit Menschen, die versuchen, genau diese Rechtsstaatlichkeit zu bekommen. Es ging und geht um Flüchtlinge. Um Frauen, Männer, Kinder, die sich ein besseres Leben wünschen als im zerbombten Syrien, im kaputten Afghanistan oder im am Boden liegenden Irak. Ich habe auf meiner Wanderung immer wieder Migranten getroffen, die fast alles verloren hatten. Nur ihr Leben nicht. In besseren Umständen leben zu wollen, ist weder  Verbrechen noch Sünde. Es ist ein urmenschliches Bedürfnis.

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