Schlagwort-Archive: Wandern

„Wenn’s langweilig ist, geht’s zurück“

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Eine Lesereise aber startet mit dem ersten Wort, dem ersten Satz und der ersten Szene. Aber nur dann, wenn es sich um eine szenische Lesereise handelt. Wie bei Christine Kutschera und mir. Aufbruch an einem Freitag, Anfang September. Richtung Süden, ab in die Berge. Mit dem Buch „Der blaue Tiger – Drei Monate zu Fuß über die Alpen“ im prall gefüllten Kofferraum.

„Wenn’s langweilig ist, geht’s zurück“ weiterlesen

Du da, im Radio…dimdidimdidom

Als Hörfunker im Radio. Das ist ja nichts Besonderes. Für mich schon. Denn nicht ich habe einen Gast interviewt, sondern ich wurde befragt. Von Reiner Meutsch, in seiner Sendung „Mein Abenteuer“. Sie wird auf RPR1 in Rheinland-Pfalz ausgestrahlt, ist dort Kult und gehört für viele Menschen zum festen Sonntagsprogramm. Vorweg: Reiner und ich haben uns prima verstanden, hatten eine Wellenlänge. Auch er ist ein Abenteurer, liebt das Reisen und tut damit viel Gutes.

Du da, im Radio…dimdidimdidom weiterlesen

Wo die Freiheit saust und haust

Diese Geschichte beginnt in einer Küche. „Tschitschi“ steht am großen Herd. Im Ofen brennt das Feuer, Hitze steigt auf und auf der eisernen Herdplatte steht eine Pfanne, ein großer Wassertopf und ein kleiner mit dem Fonds. „Tschitschi“ heißt mit bürgerlichem Namen Helmut Tschitschko. „So nennt mich hier aber niemand. Ich bin der Tschitschi!“ Er steht für sein Leben gern in der Küche des Buchsteinhauses, so wie die anderen Männer und Frauen, die ich auf der Hüttenrunde quer durch das Gesäuse getroffen habe. Das „Gseis“, wie die Menschen zu dem Gebiet in den Ennstaler Alpen sagen, ist eine ganz große, auch sagenhafte Wetterküche.

Wo die Freiheit saust und haust weiterlesen

Kleinod in Kalkstein

Das Giatlahaus steht fast am Ende der Welt. Zumindest könnte man das meinen. Denn das alte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert liegt etwas erhöht über der Straße, die mitten in die hohen Berge des Villgratentals führt. Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wo Steinadler ungestört ihre weiten Kreise am blauen Himmel ziehen, wo sich ausgedehnte Gras- und Weideflächen tief grün an die Berge schmiegen, Schafe blöken und Fleckvieh muht. Auf 2.600 Metern und höher. Wer hier weiter will, muss zaubern oder beamen können oder gut zu Fuß sein.

Kleinod in Kalkstein weiterlesen