Tuschkasten der Natur

Farben helfen bei Entscheidungen

Bei gesunden Menschen geschieht es automatisch. Wir verschwenden nicht einmal einen Gedanken daran. Wir sehen Farben einfach. Das hilft, in der so komplexen Welt Muster zu erkennen, sich zu orientieren, zu entscheiden. Ist der Apfel schon reif, sieht der Pilz giftig aus, nehme ich den gelb markierten Wanderweg oder doch lieber den blauen?

Wir erkennen mehr als 200 unterschiedliche Farbtöne, bemerken feinste Unterschiede und sehen Hunderte Helligkeitsstufen. Warum sehen wir den Himmel mal blau, rot oder grau? Weil die Augen über zahlreiche Rezeptoren, eine Art „Schwamm“, verfügen. Sie sind für bestimmte Bereiche des Lichts empfindlich. Reflektiert eine Oberfläche nur kurze Wellen, so erscheint sie für unser Gehirn blau. Werden ausschließlich lange Ströme zurückgeworfen, sehen wir Rot, bei mittellangen Lichtstrahlen Grün.

Leonardo da Vinci Bild-Quelle pixabay

Einer der Ersten, der Farben erfasst und beschreibt, ist Leonardo da Vinci. Im 15. Jahrhundert versucht der Maler, Wissenschaftler, Erfinder – kurz das Universalgenie – die Farben systematisch einzuteilen. Da Vinci orientiert sich an seinen vier „primären Farben“, die er mit Gelb, Grün, Blau und Rot festlegt. „Gelb ist eine einfache Farbe, Blau gefügt aus Licht und Dunkelheit“, heißt es in den Aufzeichnungen des Gelehrten. Etwa 200 Jahre später führt Isaac Newton die Theorien da Vincis weiter. Der Engländer schickt Anfang des 18. Jahrhunderts Licht durch ein gläsernes Prisma. Das Ergebnis: Das Glas zerlegt das farblose, vermeintlich weiße Licht in Farben. Der Naturforscher nennt sie Spektralfarben. Rot, Blau und Grün sind nach Newtons Auffassung die Grundfarben. In Summe ergeben sie Weiß. „Schwarz“, sagt der Wissenschaftler,“ ist die Abwesenheit von Licht.“

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