Wäscheberge sind ein Gedicht

Diese Seite erzählt Geschichten über Wasser und Berge aller Art.  Nichts Besonderes? Nun ja. In diesem Fall schon. Denn dieser Artikel handelt vom Wäscheberg, den wir alle kennen:  Etwa, wenn wir verreist waren und die schmutzigen Klamotten waschen müssen. Daraus habe ich ein Gedicht geschrieben, das nun demnächst in einem Gedichtband erscheint. Und zwar bei der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte. Wer es nicht abwarten kann… hier sind die Verse zum „Waschsalon“.

 

Waschsalon

Hemden, Hosen, körbeweise
Schlüpfer, Strümpfe, die Taschen voll
schleicht der Single leise
weil der Wäschekorb schon überquoll

Zwanzig, dreißig, fünfzig Cent hineingesteckt
Maschine siebzehn schon gedrückt
ganz normal bei sechzig Grad
nun die Wartezeit beginnt, so fad

Trommel dreht gegen Zeigers Sinn
Fetzen nässen sich zum Knäuel
vollgesogen ist die Ladung drin
Waschtag ist ein Greuel

Hemden, Hosen, bunte, weiße
Gerüche, Flecken schwinden
sich noch gegen’s Schleudern winden
und am Ende schöne Scheiße…

Viele Farben, leider so viel neuer
aus Beige mach Rot, aus Gelb wird Grün
nur das Schwarze bleibt bestehen
Wäscher , jetzt  bist du schläuer

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