Wasser fühlt sich immer kalt an

Langsam aber sicher kommt der Sommer. Quatsch. Er ist schon da. An den Badeseen der Republik tummeln sich Zehntausende, um sich abzukühlen. Handtuch an Handtuch. Für viele ist das Wasser noch immer sehr frisch. Aber für Hamza Bakircioglu sind 20 Grad schon extrem warm. Er ist Eissschwimmer und hat im Winter einen neuen Weltrekord aufgestellt. Bei vier Grad Wassertemperatur war der Industriemeister und zweifache Vater deutlich mehr als eine Stunde schwimmend unterwegs. Fast 3.500 Meter ohne Neoprenanzug. Badehose, Brille, Kappe, Sicherheitsboje – fertig. Eine Abkühlung für heiße Sommertage und ein Gespräch mit der „coolen Socke“ aus dem Allgäu.

Eventoplena: Hamza, jetzt sind  die Tage schon deutlich länger als im Winter, die Wassertemperaturen in den Seen nehmen wieder zu. Derzeit liegen sie um gut 20 Grad. Für einen Eisschwimmer wie Dich, dürfte sich das anfühlen wie ein heißer Whirlpool, oder?

Hamza:  (grinst) Wenn man ins Wasser geht – egal bei welcher Temperatur –  dann fühlt es sich immer kalt an. Bei den jetzigen  Temperaturen schwimme ich stundenlang. Wir möchten dieses Jahr den Nord-Kanal zwischen Irland und Schottland bezwingen. Hier liegt die Wassertemperatur zwischen 12 und maximal 14 Grad. Aber ich habe hier im Allgäu die Möglichkeit, auch im Hochsommer bei kälteren Temperaturen zu schwimmen, z.B im Bach oder im Sonthofener Bagersee.

Eisbrecher Hamza B.

Eventoplena:  Im Winter hast Du dort einen neuen Weltrekord aufgestellt. Und zwar im Eisschwimmen. 3.450 Meter hast Du im ca. vier Grad kalten Wasser des Sonthofener Baggersees zurückgelegt. Eine Stunde und acht Minuten warst Du dafür unterwegs. Wie bist Du auf die Idee gekommen, diesen Rekord anzugehen? Schließlich macht man so etwas ja nicht mal eben so?

Hamza: Auf die Idee bin ich vor drei Jahren gekommen.  Damals lag der Rekord bei 2500m. Ich hatte seinerzeit aber als vorrangiges Ziel, den Bodensee längs zu queren. Deshalb mussste der Weltrekord im Eiswasser warten. Im Februar war es dann soweit.

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