Wasser fühlt sich immer kalt an

Eventoplena:  Wie hast Du dich darauf vorbereitet? Hast Du daheim in der mit Eiswasser gefüllten Badewanne gelegen?

Hamza: Bei mir kommt nur heißes Wasser in die Badewanne. (lacht). Ich habe dafür viermal pro Woche trainiert.  In der Woche jeweils 40 Minuten und am Wochenende mit meinem Betreuer Uli Munz bis zu 50 Minuten bei einer Wassertemperatur von ca. zwei Grad.

Coole Sache, kühler Kopf, klares Ziel

Eventoplena:   Ab wann hast Du unterwegs gemerkt, dass das eine ganz harte Geschichte werden könnte?

Hamza:  Bis 3.000m war alles ok, die bin ich ja am Wochenende immer geschwommen. Aber nach den 3.000m im kalten See bzw. 200m vor Schluss habe ich gemerkt, dass ich innerlich zu Eis werde und meine Arme kaum mehr bewegen konnte. Alles war steif und unbeweglich.

Eventoplena: Was hast Du dann gemacht?

Hamza:  Ich habe mir immer wieder vorgesagt, was sich mir in den Kopf gebrannt hatte: Schwimmen und den Weltrekord aufstellen.

Eventoplena:  Was passiert da gedanklich, was macht der Kopf und wie kannst Du das auch körperlich umsetzen? Ich meine, der Geist ist willig, aber der Körper schwach…

Hamza: Gedanklich war ich fixiert darauf, meine zehn Runden zu schwimmen. Schließlich steckten da fünf Jahre hartes Training drin. In dieser Zeit habe ich immer wieder versucht, meine Grenzen immer weiter zu verschieben. Am Tag X bin ich die ersten fünf Runden viel zu schnell angegangen. Erst später habe ich gemerkt, dass ich das Tempo drosseln muss. Sonst hätte es wahrscheinlich nicht gereicht.

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