Weißer Adler auf weißem Grund

Herzass Villgratental. Hier sagen sich Fuchs und Hase besonders gern gute Nacht

Wer das Villgratental, also den nördlichen Abzweiger vom Hochpustertal besucht, wird keine Hotelbettenburgen, große Liftanlagen oder andere Auswüchse des Massentourismus finden. Hier ist noch Vieles so, wie es immer schon war. Beschaulich, ursprünglich, herzlich. Letzteres wortwörtlich.

Eissäule in Außervillgraten

„Wenn man sich das Tal auf der Karte anschaut, ergeben die Umrisse ein Herz, ein Herz-Ass“, sagt Christof Schett. Der weiß, wovon er spricht, schließlich schlägt sein Herz für den Tourismus in dieser Gegend. Für den sanften Tourismus. Unterwegs sein auf leisen Spuren. So heißt deshalb auch Schetts Homepage, die er mit allerlei Angeboten im Villgratental für Winter und Sommer füttert: Fototouren, Wanderungen, Skitouren. Das macht mich neugierig.

„Nicht das Schnelle zählt, sondern das Nachhaltige, Langsame, Stille“, erzählt Schett.

Profi-Snowboarder war er, studierter Umwelttechniker ist er und bis heute ein begeisterter Skitourengeher. Seine Philosophie bis heute: Menschen an besondere Plätze führen, abseits ausgetretener Touristenpfade. „Wie oft sind wir so fokussiert auf das Ziel, dass wir die wunderbaren Details unmittelbar neben dem Weg oft gar nicht wahrnehmen“, findet der Unternehmer das ein bisschen schade. „Dabei beschert uns ein verborgener Weg oder ein Nebengipfel oft ein viel eindrücklicheres Erlebnis als der Gipfel selbst.“

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