Wenn man sik an’t Water sett’t,…

Gurgelndes etwas

Fünf Minuten, Richtung Norden. Über die Holzbrücke, die den gurgelnden Bach quert, hinein in die Siedlung mit den „Datschen“ und den vielen Sackgassen. Ich nenne sie mal „Erlenglück“. Parzelle reiht sich an Parzelle.

Es gibt immer einen Ausweg, selbst in Sackgassen

An einigen Fahnenmasten flattern Hamburg-Wappen, Embleme von Fußball-Vereinen und die Deutschland-Farben. Schwarz-Rot-Gold. „Bald ist wieder Fußball-WM“, denke ich. „Für Jogis Buben wird das wieder ein Abenteuer. Wie viele Tore die wohl wieder schießen?“ Ausgang ungewiss.

Hier im „Erlenglück“ sind die Gartentore jedenfalls verriegelt, verrammelt, verschlossen. Das Schrebergartenreich darf nicht gestört werden. Wer es dennoch wagt, könnte es mit einer Bestie zu tun bekommen. Mit dem Drachen, dem Hund, dem Gärtner, der Vereinssatzung oder dem brutalen Sägefisch?

Horror: Der Sägefisch vom Schrebergarten

Ich bin kein mutiger Prinz, der die Königstochter von einem Fluch erlösen muss. Auch das weiße Pferd habe ich nicht dabei, nur meine beiden Krücken. Immerhin in Silber metallic, einem Fast-Edelmann entsprechend. Damit könnte ich – nach genauer Prüfung – vielleicht Ameisen vertreiben, lästige Mückenschwärme in Schach halten oder gestenreich größere Spinnweben durchtrennen. Aber Drachen töten? Kläffende Hunde abwehren? Schlecht gelaunte Zaubergarten-Druiden beeindrucken?

Gott sei Dank. Ich bin allein, zücke mein Smartphone und schieße Tore, mache Fotos von Gartentoren. Eine ganze Serie. Was für eine Aufgabe! In Erinnerung an die US-Filmdiva Elizabeth Taylor: Sie sagte einmal: „Ich fühle mich sehr abenteuerlustig. Es gibt noch so viele Türen, die zu öffnen sind. Ich habe keine Angst dahinter zu schauen.“

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