Wenn man sik an’t Water sett’t,…

Abenteuer entstehen im Kopf

Ich schaue nicht dahinter, nur darauf. Gewiss. Das ist kein ganz großes Abenteuer, aber dennoch eine riskante Unternehmung. Vielleicht wacht doch ein Zerberus oder ein Ungetüm hinter dem Törchen, hinter der Pforte zur Unterwelt. Abenteuer entstehen im Kopf.

Und warum? Weil wir sie brauchen. Auch in Kleingartensiedlungen. Frei nach Rupert Neudeck, dem Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur. „Abenteuer und Risiko gehören zu einem erfüllten Leben. Ohne Abenteuer verdorren wir wie eine Primel.“

Einige Blumen könnten im Erlenglück auch mal wieder gegossen werden. Sie sind schon so trocken, welk, fast tot, wie in der Wüste.

Abenteurer brauchen Wasser wie die Pflanzen. Sei es im Schrebergarten oder in der Wüste

Pflanzen sind wie Abenteurer. Sie brauchen Wasser, damit sie gedeihen können. Ja, ich bin eine Wasserratte. Derzeit aber auf dem Trockendock. Humpelnd, hinkend, hechelnd. „Nix zu machen“, sagt mein Arzt. „Aber in 14 Tagen darfst du wieder schwimmen. Und in ein paar Wochen ist das Knie wieder vorsichtig wanderbereit.“

Geduld lohnt sich

Das macht Hoffnung, erfrischt und weckt Lebensgeister. Auf dem Rückweg aus der Kleingartensiedlung komme ich wieder an dem Bach vorbei. Ich setze mich neben die Brücke, höre dem Geplätscher zu und träume: vom Meer, von den Bergen, von der Wüste, vom Dschungel, von Abenteuern.

Mir fällt ein niederdeutsches Sprichwort ein. „Wenn man sik an’t Water sett’t, löppt en ok mal’n Fisch to Nett.“ Auf Hochdeutsch: „Wenn man sich an das Wasser setzt, geht einem auch einmal ein Fisch ins Netz.“ Geduld lohnt sich. Mir geht es schon deutlich besser!

…dann geht einem auch einmal ein Fisch ins Netz

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