Zu Besuch bei Meister Eder

Sieht gefährlich aus, ist es aber kaum.

Die Morgensonne taucht den Achensee in ein warmes Licht. Das Wasser leuchtet tiefgrün. Mit meiner orangen Sicherheitsboje steige ich wieder in die Fluten. Es sind die Farbkontraste, die uns reizen. Mario steht auf dem Holzturm und schießt Bilder aus der Vogelperspektive. Ein Pärchen, das gerade einen Spaziergang an der Promenade macht, schaut uns interessiert zu und schüttelt sich. Der See hat immer noch sechs Grad.

Eigentlich könnte der Achensee auch „Grünsee“ heißen.

Immer wieder umschwimme ich den Turm, ziehe meine Bahnen wieder hinaus in das tiefgrüne Meer, komme zurück, drehe mich auf den Rücken, fühle mich wie ein Fisch. Langsam spüre ich die Kälte, wie sie in die Finger kriecht. Und, dass ich Hunger bekomme. Großen Hunger. Eine halbe Stunde später sitzen wir in meinem Hotel und frühstücken gutgelaunt. Auch am zweiten Spot war die Bilder-Ausbeute mehr als gut.

„Ist das für dich eigentlich schwierig, die Dynamik der Schwimm-Bewegung einzufangen?“, frage ich Mario. „Ein bisschen“, sagt er, „denn bisher ich war nur auf oder über dem Wasser mit der Kamera, nicht drin.“ Vier Brötchen und vier Tassen Kaffee später, sitzen wir wieder in Marios Auto und fahren zum Einstieg des Klettersteigs. Schließlich wollen wir nicht nur Wasserbilder, sondern auch Fotos vom Bergsteigen, Klettern und Kraxeln machen.

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