#1 – Tierische Nähe

Wie oft bin ich schon an Sträuchern vorbeigegangen, ohne genauer hinzusehen? Wie viele solcher kleinen Geschichten spielen sich täglich direkt vor unseren Augen ab?

Irgendwann erscheint das Bild auf dem Display. Tatsächlich. Scharf genug. Nicht perfekt. Aber gut genug, um diesen Augenblick festzuhalten. Marienkäfer gelten als Glücksbringer.

Früher habe ich das eher für einen netten Aberglauben gehalten. An diesem Tag sehe ich das etwas anders. Nicht, weil ich im Lotto gewonnen hätte. Sondern weil ich stehen geblieben bin. Weil ich hingeschaut habe.

Himmlischer Nützling

Und weil zwei kleine Marienkäfer mir gezeigt haben, dass die überraschendsten Begegnungen manchmal nur wenige Schritte von der eigenen Haustür entfernt warten. Rausgehen, Augen auf, stehen bleiben, schauen und überraschen lassen. Am Ende findet sich mehr, als man gar nicht gedacht hatte.

Übrigens: Der Marienkäfer heißt Marienkäfer, weil er der Jungfrau Maria geweiht ist. Im Mittelalter glaubten die Menschen, die heilige Maria habe den Käfer als „himmlischen Nützling“ geschickt. Um die Ernte vor gefräßigen Schädlingen wie Blattläusen zu schützen.

Manchmal genügt ein Spatz auf dem Fensterbrett, ein Igel im Garten oder eine Schnecke am Wegesrand. Welche tierische Begegnung ist EUCH in Erinnerung geblieben? Welche Geschichte erzählt Euer Foto? Schickt sie mir ! Vielleicht wird daraus eine der nächsten Folgen von „Tierische Nähe“.

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