Beschwingtes Stade

Im Frühjahr verwandeln Millionen Blüten die Elbmarsch in ein rosa-weißes Meer. Äpfel, Kirschen, Birnen, Pflaumen. Nach der Ernte türmen sich die Früchte zu einem gigantischen Obstsalat auf. Allein der Berg aus Äpfeln wiegt rund 320.000 Tonnen.

Gestapelt auf einer Fläche von 100 mal 100 Metern entspricht das einer geschätzten Höhe von etwa 30 Metern. Etwa doppelt so hoch wie die markanteste Erhebung in Stade. Der Spiegelberg bringt es auf 14,5 Meter über dem Meeresspiegel. Nicht mehr als ein „Gupf“.

Wer etwas mehr Höhe und Aussicht möchte, muss ein paar Kilometer rausfahren. Im Sommer etwas nostalgisch mit dem Moorexpress. Im Landkreis Stade wölbt sich der Litberg bei Deinste etwa 65 Meter über Normalnull aus der Landschaft. Auf seiner Kuppe steht der 25 Meter hohe Gauß-Turm. Benannt nach dem großen Mathematiker.

Alter Schwede

Vom Turm aus reicht der Blick bei klarer Luft weit über das flache Land – Richtung Hamburg, zur Elbe und mit etwas Fantasie sogar bis zur Nordsee. Heute fehlt mir die Zeit dazu… nächstes Mal.

Ich gehe weiter entlang des Burggrabens. Er umfließt die Stader Altstadt. Enten ziehen ihre Kreise im Wasser. Hinter mir ragt der Schwedenspeicher auf – ein Backsteinbau aus der Zeit, als die Schweden die Stadt zwischen 1645 und 1712 zu einer Festung ausbauen. Seit vielen Jahren gilt das historische Gebäude als Gedächtnis der Stadt. Heute hat das Museum zu.

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Kommentare

2 Kommentare zu „Beschwingtes Stade“

  1. Roland

    Bring uns bitte wenn du wieder mal nach Leipzig kommst ein paar Stader Äpfel mit.
    Lieben Gruß

    1. Jörg Wunram

      Uih…, das mache ich.

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