Beschwingtes Stade

Das Wasser der Stadt allerdings bleibt ganzjährig geöffnet. An Schwinge und Burgraben zumindest. Ein kurzer Fußmarsch Richtung Bahnhof. Vorbei an der Seminar-Turnhalle. Ort für Kunst und Kultur. Ein Treffpunkt für Theater, Konzerte, Lesungen, Vorträge und Filme. Etwas weiter stadt-auswärts dient ein Holzsteg mit Leitern im Sommer vermutlich als Bootsanleger für Paddler. Heute wagt sich noch niemand mit Kajak oder Kanu auf den kalten Fluss.

So ein Hund

In das eisige Gewässer schon. Also ich zumindest. Mein körpereigenes Thermometer (der Mittelfinger der rechten Hand) taucht kurz ein. „Gefühlte dreieinhalb Grad“, denke ich mir. Später zeigt ein Blick auf offizielle Messdaten, dass mein Mittelfinger 0,3 Grad unterschlagen hat. So ein Hund. Jacke, Mütze, Hose, Schuhe, Socken und Pullover liegen längst auf dem Holzsteg. Ich tauche ein, atme tief und schwimme los. Herrlich.

Meine Haut färbt sich. Als ich nach ein paar Minuten wieder an den Steg komme, leuchtet die Haut in einem tiefen Rot. Und ich singe beschwingt, aber falsch: „Muss i denn, muss i denn zum Stadele hinaus, Stadele hinaus… .“

StadeAltes Land SchwedenspeicherMoorexpressSeminarturnhalleKunstkudder

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Kommentare

2 Kommentare zu „Beschwingtes Stade“

  1. Roland

    Bring uns bitte wenn du wieder mal nach Leipzig kommst ein paar Stader Äpfel mit.
    Lieben Gruß

    1. Jörg Wunram

      Uih…, das mache ich.

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