Ehre, wem Ehre gebührt

Anfang des 20. Jahrhunderts formuliert Paul Preuss Regeln für den Alpinismus. Die plakativste: „Das Können ist des Dürfens Maß.“ Für viele Bergsteiger:innen gilt das bis heute. Jetzt hat die Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft in Altaussee zum 13. Mal ihren Preis verliehen. An „Babsi“ Zangerl.

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Offiziell hat der neue Veranstaltungssaal am Kurzentrum Altaussee noch gar nicht geöffnet. Wenn sich aber die Crème de la Crème der Bergsteigerszene trifft, dann macht der Tourismusverband Ausseerland (TVB) schon einmal eine Ausnahme.

„Das ist für uns sozusagen eine Generalprobe, ob alles passt“, sagt Pamela Binder, Geschäftsführerin des TVB. Sie sitzt am Tisch vor der Eingangstür. Vor ihr zahlreiche Namens-Schildchen, die an gelben Kordeln hängen. Mit einem freundlichen „Grias aich, schön, dass da seid’s“, begrüßt sie die eintrudelnden Gäste. Neben ihr sitzt Walter Laserer. Der Bergsteiger hat unter anderem die Seven Summits –  also die höchsten Gipfel der Kontinente – bestiegen. Inklusive Mount Everest. Laserer hilft und packt an, wo er kann.

Humorvoller Denker

„In so einer Preisverleihung steckt jede Menge Arbeit“, lacht er. Alles ist vorbereitet für die 13. Verleihung des Paul-Preuss-Preises.

Benannt nach eben jenem Mann, der 1886 in Altaussee zur Welt kommt und später zu einem der besten Alpinisten seiner Zeit wird. Mit nur 27 Jahren stirbt Preuss bei einer seiner zahlreichen Touren. Aber er hat einiges hinterlassen: 150 Erstbegehungen, zahlreiche Aufsätze und Schriften. Vor allem aber eine Reihe von Regeln für den Alpinismus. „Preuss war ein humorvoller Denker und seiner Zeit weit voraus“, findet Georg „Jo“ Bachler. Der Obmann der Internationalen Paul-Preuss-Gesellschaft (IPPG).

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