
Andi, 39, stammt aus Prägraten am Ende des Virgentals und bewirtschaftet die Hütte seit fünf Jahren. Allein könnte er das kaum.
Seine Eltern helfen beim Herrichten und Putzen, Schwester Tamara vor allem in der Küche, Freundin Antonia von Stockhausen im Service, bei Mails und überall dort, wo gerade jemand gebraucht wird. „Ich bin eher eine Hintergrundkämpferin“, sagt die Kölnerin.

Wir gehen hinein. In der Zirbenstube steht ein fast 90 Jahre alter Kachelofen. Mit deutlichen Gebrauchsspuren. Ein paar Burschen aus dem Tal verschafften sich einst Zugang zur geschlossenen Hütte, fanden den Wein – und hinterließen ihre Handschrift am Ofen. Aber er funktioniert noch immer.
Arbeit auf Augenhöhe
Durchhaltevermögen gehört ohnehin zur Geschichte dieses Hauses. Seit 1932 tragen es zwei Alpenvereinssektionen gemeinsam: Matrei in Osttirol und Bonn. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Bonner Sektion ihre Hütte in Südtirol verloren. Matrei wollte eine neue bauen, brauchte aber Geld. Bonn suchte eine Hütte, Matrei einen Partner. So begann eine alpine Fernbeziehung, die bis heute hält.
„Bestens und auf Augenhöhe,“ sagen Lukas Brugger und Josef Mundorf unisono. Lukas ist Obmann der Matreier Sektion, Josef Hüttenwart des DAV in Bonn.


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