Glucksendes Glück

In der Küche riecht es nach Essen. Möglichst viel kommt aus der Region: Milch, Käse und Butter von der Schmiedler Alm, Rindfleisch vom Hof der Schwester, Wild von örtlichen Jägern. Vieles bereitet die Familie selbst zu.

Nur: Bevor hier oben gekocht werden kann, müssen die Zutaten erst einmal herauf. Dank einer Materialseilbahn kein Problem. 1,4 Kilometer Strecke, 650 Höhenmeter, maximal 250 Kilogramm pro Fahrt. An diesem Stahlseil hängt ein gutes Stück Hüttenalltag.

Arbeit als Allrounder

Andreas Rainer kennt sich mit Technik aus. Im Winter arbeitet der Mechatroniker und Maschinenbauer in Lienz.

Er programmiert Steuerungen. Im Sommer tauscht er Algorithmen gegen Alpenvereinshütte. So unterschiedlich seien die Welten gar nicht. „Strom, Wasser, Küche, Gäste – ein Hüttenwirt muss ein Allrounder sein“, sagt der Osttiroler.

Ein paar Schritte vor der Hütte wird aus dem Arbeitsplatz plötzlich großes Kino. Andi zeigt hinüber zu den Gipfeln. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Triglav in Slowenien. Hoher Eichham, Sailkopf, Rauhkopf liegen deutlich näher. Hinter der Bonn-Matreier-Hütte ragen sie steil in den Himmel.

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