Glucksendes Glück

Was für mich Panorama ist, liest Andi zugleich als Gelände: Wege, Schneefelder, Steinschlag, Wetter. „Normalerweise schaue ich mir die Wege selbst an“, erzählt er.

Er kontrolliert Markierungen und Schneeverhältnisse, fragt zurückkehrende Bergsteiger nach den Bedingungen und gibt die Informationen weiter. Gerade auf dem Venediger Höhenweg kann das wichtig werden. „Schön ist der Weg“, findet Lukas Brugger, der Obmann der ÖAV-Sektion Matrei. „Aber gar nicht so ungefährlich“. Steinschlaggefahr. Ein Helm ist sinnvoll.

Am Abend verändert sich die Hütte. Im Gastraum sitzen Menschen zusammen, die sich Stunden zuvor noch nicht kannten. Antonia von Stockhausen mag genau das. „Jeder kann kommen, so wie er ist.“ Und dann fällt der Rheinländerin das kölsche Grundgesetz ein: „Jeder Jeck ist anders. Und es geht, wie es geht.“ Klingt wie eine passende Stellenbeschreibung für diesen Ort. Improvisieren, reagieren, Lösungen finden.

Arbeit mit Auszeiten

Für Gäste, für Wege, für Wasser – und für ein fast 100 Jahre altes Haus. Der Sommer hier oben dauert nur wenige Monate. Von Anfang Juni bis Ende September. Dann schließt die Bonn-Matreier-Hütte wieder. Antonia geht zurück nach Köln. Andi nach Lienz. Aus dem Allrounder mit dem Hang zur Höhenluft wird wieder der Mechatroniker. Spätestens ab Weihnachten kribbelt sie aber wieder: Die Vorfreude auf die Hütte.

Bonn-Matreier-Hütte – Österreichischer Alpenverein – ÖAV-Sektion Matrei – Osttiroler Virgental – DAV-Sektion Bonn

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