
Mich zieht es nicht in die Wand. Ich gehe einen kleinen Rundweg. Vorbei an der Burgruine Peggau. Der Weg führt hinauf. Zunächst nicht sonderlich steil. Immer wieder hämmert ein Specht in einen der unzähligen Bäume. Dann freie Sicht. Hinab auf den Burgfried der Ruine. Und auf das Murtal.

Anstatt zum nahgelegenen Wasserfall abzubiegen, geht es weiter geradeaus. Noch eine gute halbe Stunde hinauf. Deutlich steiler als zu Beginn. Das Herz pocht, der Schweiß rinnt von der Stirn. Schritt für Schritt löst sich die Schwere. Ein klares Ziel gibt es nicht. Am Mitteregg raste ich kurz und drehe um.
Unspektakulär normal
Ohne Panorama, aber mit Wind und zwei Pferden in der Nachbarschaft. Sie schauen etwas gelangweilt herüber, stampfen kurz mit den Hufen und stöbern im Futtertrog. Wenig spektakulär, ganz ruhig und irgendwie selbstverständlich normal. Längst habe ich meine Müdigkeit überwunden. Bewegung ist Leben. Sich treiben lassen, gemütlich wandern, keine sportliche Höchstleistung und sicher keine alpinistische Aktivität. Ich mag das alles. Ab und zu einfach schauen, vielleicht ein Foto schießen.
Ich lasse mich zu gerne von dem überraschen, was Wald und Wege bereithalten. Eine gute halbe Stunde später bin ich wieder in Peggau. Akkurat gepflegte Gärten, stille Straßen, keine Menschen. Dafür viel österlicher Schmuck an Zweigen und an Hauseingängen. Von weitem leuchtet die Pfarrkirche St. Martin in Deutschfeistritz auf dem grünen Hügel. Längst habe ich beschlossen, ein kühles Bad in der Mur zu nehmen.


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