
Ich bin hellwach. Auf den Straßen und in Peggau herrscht jetzt mehr Betrieb. Ich schlendere in die Unterkunft und bereite ein Interview vor, das ich am frühen Nachmittag in Graz führen werde.
Neben mir eine Tasse Kaffee. Was wenig spektakulär wirkt, ist aber das genaue Gegenteil. Der frühe Morgen beginnt ohne fertigen Plan. Nur mit dem Wunsch, sich auf den entstehenden Tag einzulassen.
Schritt für Schritt

Vielleicht ist jeder Morgen genau das: eine stille „Auferstehung„. Das erinnert an das Osterfest. Wiederanfang. Noch einmal. Wach. Offen. Dann verschiebt und verändert sich etwas. Aus Müdigkeit erwächst Energie, aus Ungewissheit ungeahnte Möglichkeit. Schritt für Schritt. Nicht im Großen, sondern im sehr Gewöhnlichen. Im Gehen. Beim Schwimmen. In der Bewegung. Im Gucken. Im Jetzt sein. Im Erkennen. Glück ist gewiss kein Zufall. Eher Bemühung in der Ungewissheit.
Steiermark – Peggau – La Cucina – Restube


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