

Vor allem aber besitzt der Wilseder Berg etwas, mit dem selbst deutlich höhere Kollegen nicht immer dienen können: Prominenz. Topografische Dominanz, um genau zu sein. „Okay“, sagt Frank Wippermann, „letztlich ist alles nur Mathematik.“

Wer vom Gipfel aus einen höheren Punkt erreichen möchte, muss sich 94,8 Kilometer entfernen. Damit spielt der gerade einmal 169 Meter hohe Wilseder Berg in Deutschland in der ersten Liga. Unter den zwölf Bergen mit der größten topografischen Dominanz nimmt er einen Spitzenplatz ein. Die Zugspitze (Deutschlands höchster Berg -neben dem Schuldenberg) kann da jedenfalls nicht mithalten.
Nicht namenlos
Vergleichbare Werte jedenfalls erreichen nur wenige deutsche Gipfel – etwa der Brocken im Harz, der Große Arber im Bayerischen Wald oder der Bungsberg in Schleswig-Holstein. „Der Wilseder Berg befindet sich demnach in bemerkenswerter Gesellschaft“, finde ich. „Ein Alpengipfel mit dieser Höhe hätte vermutlich nicht einmal einen Namen.“

Und doch können 169 Meter ziemlich hoch sein. Das lässt sich sogar mathematisch belegen. Und historisch sowieso.

Ab 1820 nutzte Carl Friedrich Gauß den Wilseder Berg als Vermessungspunkt für seine Drei-Punkt-Vermessung des Königreichs Hannover. Auf dem Gipfel erinnert heute die sogenannte Gauß-Säule daran. Ein Teil seines Dreiecksnetzes mit dem Wilseder Berg schafft es mehr als 125 Jahre später sogar auf die Rückseite des Zehn-D-Mark-Scheins.

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